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Rückblick: EcoTalk 15.10.2019

5G, Digitalisierung – die globale Vernetzung

EcoTalk ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat der Botschaft von Finnland, FINNCHAM Austria und der Sylvi Kekkonen Stiftung.

Die Abende sind immer eine Mischung aus Diskussionen über die neuesten Wirtschaftstrends, musikalischen Darbietungen junger finnischer Musiker und informellen Gesprächen.

Diesmal ging es um die Frage, wie 5G und Digitalisierung unsere Wirtschafts-, und Arbeitswelt nachhaltig verändern. Veranstaltungsort war die Residenz der finnischen Botschaft in Wien.

Offiziell eröffnet wurde der Abend mit einer Rede der finnischen Botschafterin Pirkko Hämäläinen. Danach gab es eine erste musikalischen Darbietung der beiden Musik-Stipendiaten, Pianist Johannes Piirto und Geigenspieler Juho Valtonen.

Am anschließenden Roundtable fungierten als Diskutanten: Peter Wukowits (Geschäftsführer Nokia Österreich), Manfred Immitzer (Geschäftsführer Porsche Informatik) und Martin Resel (Chief Customer Officer Enterprise, A1 Telekom Austria AG). Alle drei Unternehmen sind führend in der Entwicklung der 5G-Technologie und ihren Anwendungen. Als Moderator fungierte Honorarkonsul Ferdinand Auersperg. Die Diskussion verlief lebhaft, zudem gab es zahlreiche Fragen aus dem Publikum.

Auch der nachfolgende zweite Teil der musikalischen Aufführung war schwunghaft und bewegend zugleich.

Bei finnischen Getränken und typisch finnischen Speisen gab es dann für die Gäste weitere, vertiefende Gespräche untereinander.

By |2019-10-23T09:31:56+00:0022.10.2019|0 Comments

Im Porträt: Gerald Gröhsenbrunner GF Polar Austria

  • Wann und wie entstand Polar und wurde zu dem weltbekannten Unternehmen das es heute ist? Und wieviel „Finnland“ steckt in diesem Erfolg?

1977 gründete Professor Seppo Säynäjäkangas eine Firma zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von kabellosen Herzfrequenz-Messgeräten für Profisportler. Sein Ziel: Die Technik der kabellosen Herzfrequenz-Messung für den professionellen Ausdauersport zu etablieren und weiterzuentwickeln. Heute, mehr als 40 Jahre später ist Polar Marktführer in dem Bereich der Trainingscomputer. Rad-, Lauf- und Fitnesscomputer gehören zur ersten Wahl, vom Topathleten bis hin zum Breitensportler.

Der Schlüssel zu dem Erfolg ist eine ideale Kombination aus ausgefeilter Technik, fundierten wie aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse sportlicher und aktiver Menschen. Die Erfahrung und das einzigartige Wissen aus über 40 Jahren Forschung und Entwicklung verbunden mit der Entschlossenheit den Markt stets mit der aktuellsten Technik zu versorgen, macht Polar so einzigartig.

Die Inspiration, an der kabellosen Übertragung der Herzfrequenz zu forschen, kam Prof. Säynäjäkangas 1976 durch ein Gespräch mit einem Ski-Trainer. Der Inhalt des Gesprächs bezog sich auf die Notwendigkeit einer genauen, schnellen und „mobilen“ Herzfrequenz-Messung. Nach intensiver Forschung und Entwicklung kam 1982 das erste Polar Herzfrequenz-Messgerät auf den Markt. Die Erfolgsgeschichte von Polar ist somit mit Finnland untrennbar verbunden.

  • Vor dem Hintergrund eines immer größer werdenden Mitbewerbs – was macht Polar Produkte so einzigartig?

Polar hat von Beginn an einen wertvollen Beitrag in der Forschung und bei der Nutzung der Herzfrequenz-Variabilitätsmessung zur Bestimmung von Fitnesslevel, optimaler Trainingsbelastung und Trainingseffekt geleistet und mittlerweile hunderte Patente angesammelt. Polar bietet seinen Nutzern einzigartige Funktionen im Bereich der Pulsmessung, die auf wissenschaftlicher fundierter Entwicklung beruhen. Darüber hinaus schätzen unsere User die intuitive Bedienung unserer Modelle und das moderne Design.

  • Wie definieren Sie Ihre Zielgruppe? Spitzensportler, Amateur-Sportler, Freizeitsportler…?

GPS-Uhren, Radcomputer, Lifestyleprodukte, Smartwatches oder auch Lösungen für Teams – Polar hat für jeden das passende Produkt. Das Produktangebot umfasst auch kostenfreie Training Apps sowie einen Webservice. Polar unterstützt bei einem aktiven Lebensstil genauso wie dabei, die neuen sportlichen Ziele zu erreichen. Polar nimmt in der Definition der Zielgruppe keine Einschränkungen vor.

  • Welche sind die neuesten Entwicklungen? Auf welche technischen Neuerungen und Produkte dürfen wir uns schon bald freuen?

Wir glauben auch heute noch genauso fest an unsere Idee wie vor über 30 Jahren. Wir werden auch weiterhin Produkte entwickeln, die es unseren Kunden erlauben ihre Gesundheit zu verbessern, an ihrer Fitness zu arbeiten und im Profisport Erfolge zu erzielen. Wir werden weiterhin Pionierarbeit in neuen technologischen Bereichen leisten, um die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Kunden zu bedienen.

5.) Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Welche Sportarten betreiben Sie selbst unter Verwendung einer Polar Pulsuhr?

Als Ironman Finisher war ich in der Vorbereitungsphase intensiver und zufriedener Nutzer unserer Modelle. In den letzten Jahren spiele ich wieder vorwiegend Tennis und verwende unsere Produkte vor allem für das Grundlagentraining.

„Zum Unternehmen“

1977 wurde das finnische Unternehmen Polar Electro Oy gegründet, zehn Jahre später, 1987, kommen in Österreich die ersten Polar Produkte auf den Markt. Im Jahr 1993 wird die Österreich Niederlassung der Polar Electro GmbH Deutschland mit Sitz in Wien gegründet. Seit 2010 ist die Polar Electro Austria GmbH ein eigenständiges Tochterunternehmen

Seit über 40 Jahren ist Polar nun der Pionier in der Sportstechnologie und hilft Athleten und Trainern dabei, Höchstleistungen zu erreichen. Polar begann mit Herzfrequenz-Überwachung, hat sein Angebot seitdem aber um vielfältige Trainingslösungen für Top-Athleten, Trainer und aktive Fitness-Enthusiasten erweitert. Polar bleibt dank seiner Präzision, Reliabilität und außergewöhnlichen Erfahrung der verlässliche Partner für sportliche Leistungen. Das preisgekrönte Produktportfolio von Polar beinhaltet innovative Sport Wearables, die perfekt mit Polar Trainings-Apps und Cloud Services arbeiten.

Mit Hauptsitz in Finnland ist Polar ein Privatunternehmen, das in über 80 Ländern operiert. Polar Produkte werden weltweit bei über 35.000 Händlern verkauft. Die wichtigsten Märkte sind Europa und Nordamerika.

„Zur Person“

Gerald Gröhsenbrunner ist Geschäftsführer der Polar Electro Austria GmbH, die in Österreich zehn Personen beschäftigt. Seine Karriere hat er im Innen- und Außendienst der Comesa GmbH im Vertrieb von Medizintechnikprodukten begonnen und damit seit der ersten Stunde im Jahr 1987 für den Aufbau der Marke Polar in Österreich verantwortlich. Im Jahr 1993 wurde er Leiter der Niederlassung der Polar Electro GmbH Deutschland mit Sitz in Wien. Seit 2010 ist er Geschäftsführer des eigenständigen Tochterunternehmens, der Polar Electro Austria GmbH.

By |2019-10-23T09:37:37+00:0017.10.2019|0 Comments

Rückblick: Business Update 12.9.2019

Am 12. September 2019 startete FINNCHAM Austria den Herbst mit einem Business Update, das gemeinsam mit der Botschaft von Finnland und Business Finland organisiert wurde. Die Veranstaltung bot den Teilnehmern einen umfassenden Überblick über die kommenden Veranstaltungen aller drei Organisationen. Ca. 30 Gäste und Mitglieder des FINNCHAM-Netzwerks nahmen an der Veranstaltung teil.

Zu Beginn des Abends begrüßte der Präsident von FINNCHAM Austria, Johannes Axnix, die Gäste und übergab das Wort an Outi Saarikoski, Gesandte der Botschaft von Finnland. Nach offiziellen Begrüßungsworten hielt Gesandte Saarikoski einen informativen Vortrag über die Aktivitäten und Zuständigkeiten der finnischen Botschaft in Wien sowie über die finnische EU-Ratspräsidentschaft.

Der zweite Vortrag wurde von Trade Commissioner Werner Merzeder (Business Finland) gehalten, der interessante Fakten und aktuelle Statistiken zum Handel zwischen Finnland und Österreich darlegte.

Anschließend informierte Sanna Sipilä-Axnix, Advisor bei Business Finland, über alle Veranstaltungen, die von Business Finland im Herbst 2019 organisiert werden. Besonders hervorzuheben: Die Vienna Design Week, mit Finnland als Gastland.

Und auch FINNCHAM Austria Präsident Johannes Axnix lieferte eine kompakte Übersicht über die bevorstehenden Aktivitäten, wie beispielswiese den nächsten Wirtschafts-Roundtable „EcoTalk“.

Nach den Präsentationen war es Zeit, die exzellenten Weine des Weinguts Dürnberg und köstliche italienische Snacks und Süßigkeiten zu genießen. Da fiel der persönliche Austausch mit anderen Gästen gleich viel leichter.

FINNCHAM Austria freut sich auf ein baldiges Wiedersehen bei einer unserer nächsten Events!

By |2019-09-24T23:41:35+00:0022.09.2019|0 Comments

Im Interview: Botschafterin Pirkko Hämäläinen

Sehr geehrte Frau Botschafterin, Sie sind seit Anfang 2019 in Österreich. Welche Beobachtungen haben Sie gemacht, sehen Sie Besonderheiten?

Es sind schon über 20 Jahre seit meinem letzten Aufenthalt in Österreich vergangen und ich kann sagen, dass das Land sich währenddessen sehr geändert hat. Wien hat sich zum Positiven verändert. Österreich liegt geopolitisch gesehen zentral und spielt daher als verbindender, neutraler Akteur, als Gleichgewicht, eine wichtige Rolle in Europa. Diese Aufgabe gelingt Österreich gut. Dass mehrere internationale Organisationen ihren Sitz in Wien haben, als größte die UN, ist wohl ein Beweis dafür.

Finnland hat am 1.Juli 2019 den Vorsitz im Rat der EU übernommen. Können Sie uns etwas über die inhaltlichen Schwerpunkte erzählen?

Die Prioritäten des finnischen EU-Ratsvorsitzes können in vier Themen eingeteilt werden: Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, Klimaschutz, Verstärkung der Wirtschaft in Europa sowie die Sicherheit Europas und seiner BürgerInnen. Auf dem Tisch des Vorsitzes liegen auch die Verhandlungen mehrjähriger Finanzrahmen sowie die Erweiterungsverhandlungen der Union.

Wird es auch diesbezügliche Aktivitäten in Österreich geben?

Alle Veranstaltungen während des sechsmonatigen EU-Vorsitzes stehen unter dem Schirm des Vorsitzes. Zu den größten Veranstaltungen zählen u.a. die VIENNA DESIGN WEEK mit Finnland als Gastland von 27. September bis 6. Oktober, ein Rechtsstaatlichkeitsseminar am 16. Oktober, das mit finnischen Kooperationspartnern organisiert wird sowie das Vienna Women Forum in Zusammenarbeit mit den UN und den nordischen Ländern. Zusätzlich gibt es in der Botschaft und in meiner Residenz Veranstaltungen wie z.B. den gemeinsam mit Finncham organisierten Ecotalk im Oktober.

Ganz Grundsätzlich: Wie schätzen Sie die Weiterentwicklung der EU, politisch wie wirtschaftlich, ein?

Die Weiterentwicklung der EU hängt letztendlich von ihren Mitgliedsstaaten ab. Wir stehen aufgrund von Brexit an einem Wendepunkt. Einerseits schreitet die Integration voran, andererseits ist die Entwicklung zum Teil stehengeblieben. Eine der zentralen Bedeutungen der EU hat mit dem gemeinsamen Binnenmarkt und freien Personenverkehr zu tun. Für Finnland ist es auch wichtig, die Sicherheitsdimension, in der die EU eine immer bedeutendere Rolle spielt, weiterzuentwickeln. Die EU ist ein bedeutender globaler Akteur, der in vielen Angelegenheiten als Wegweiser für andere fungiert. Die wichtigste Aufgabe der EU ist vielleicht jedoch, die europäischen Staaten an die Zusammenarbeit zu binden und auf diese Weise Frieden und Stabilität in Europa zu fördern.

 

Zur Person

By |2019-09-22T22:36:46+00:0016.09.2019|0 Comments

50 Jahre Wirtschaftsbeziehungen Finnland-Österreich

EVENT

Im Wandel der Zeit

50 Jahre Wirtschaftsbeziehungen Finnland Österreich

FINNCHAM Austria gehört zu den ältesten Handelskammern in Österreich, sie wurde als Handelsgilde bereits 1969 gegründet. Beide Länder haben über die letzten Jahrzehnte enge Wirtschaftsbeziehungen geknüpft – und das mit großem Erfolg! Das 50-jährige Jubiläum war daher ein besonderer Anlass, der entsprechend gewürdigt wurde.

Mehr als 100 Gäste kamen am 6. Juni 2019 zur großen Jubiläumsfeier. Gefeiert wurde im noblen Weingut am Reisenberg in Grinzing, hoch über den Hügeln von Wien.

Offiziell eröffnet wurde der Abend durch H.E., Botschafterin Pirkko Hämäläinen. Danach folgte ein spannendes Referat mit dem Titel „Finnlands Wirtschaft im Wandel der Zeit“. Vortragender war niemand geringer als der Aufsichtsratspräsident von Business Finland, Pertti Korhonen.

Als weiteren Höhepunkt darf man getrost die nachfolgende Diskussionsrunde bezeichnen. Unter der Moderation von Kurier Herausgeber Helmut Brandstätter diskutierten leitende Manager finnischer Firmen in Österreich leidenschaftlich zu diesen Themen: Technologie & Innovation, Bildung, allgemein Trends sowie Mentalitätsunterschiede im täglichen Business.

Sehr emotional gestaltete sich danach der Auftritt von Sopran Emilia Vesalainen-Pallas (Klavier: Esa Ylönen). Sie begeisterte trotz Leichtigkeit mit unglaublicher Gesangsstärke und Präzision. Krönender Abschluss ihrer Performance war das gemeinsame Absingen der Finnischen Nationalhymne – kein Gast konnte dabei noch ruhig sitzen.

Nicht unerwähnt bleiben darf das Künstlerinnen-Duo Sattuma. Sie lieferten den gesamten Abend ein interessantes Repertoire zwischen Volks- und Klassischer Musik.

Und ab Mitternacht gab es dann noch in der Cocktail-Bar „The Sign“ ein After-Party Treffen. Kippis!

VIDEO

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In Zusammenarbeit mit:

By |2019-06-26T22:56:10+00:0011.06.2019|0 Comments

Rückblick: Firmenpräsentation Metso Austria am 25.4.2019

Metso ist ein weltweit führendes Industrieunternehmen für Geräte und Dienstleistungen zur nachhaltigen Verarbeitung natürlicher Ressourcen. Auch in Österreich sind die Finnen in ihrer Branche ein relevanter Faktor. Und so fand am 25.4. ein spannender Firmenpräsentationsabend in der Metso-Zentrale in Wien-Erdberg statt.

Nach Begrüßungsworten von Johannes Axnix, dem Präsidenten der FINNCHAM Austria, wurde der Abend mit einer Willkommensrede der Botschafterin von Finnland, Exzellenz Pirkko Hämäläinen, offiziell eingeläutet. Frau Botschafterin Hämäläinen ist seit Anfang des Jahres 2019 im Amt und es war ein großes Vergnügen für die FINNCHAM Netzwerkmitglieder, sie auch persönlich kennenzulernen.

Anschließend gab es hochinteressante Vorträge über die Metso Gruppe, sowie deren Produkte und Dienstleistungen. Maria Panwinkler, Geschäftsführerin von Metso Austria, gab einen umfassenden Überblick über die Mission und Geschichte der gesamten Firmengruppe, sowie detailliertere Informationen zu strategischen Unternehmensschwerpunkten. Thomas Wagner, Regional Sales & Service Manager, präsentierte das Mineralgeschäft von Metso. Besonders faszinierend waren die Videodemonstrationen der Mahl- und Verarbeitungsgeräten von Abfällen aus Bauwesen und Industrie. Die letzte Präsentation wiederum wurde von Sales Manager Max Wandl abgehalten. Die Teilnehmer erfuhren spannende Details über die Vielfalt von industriellen Ventilen sowie deren unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten.

Danach ging es zum Netzwerken, inklusive tollem Buffet. Dabei ergaben sich noch längere, intensive Gespräche und Diskussionen zu den Themen des Abends.

FINNCHAM Austria dankt Metso Austria herzlich für diese schöne und informative Veranstaltung!

By |2019-04-29T18:11:38+00:0029.04.2019|0 Comments

Rückblick: Firmenpräsentation TPA am 20.03.2019

Am 20.3.2019, rechtzeitig zum Frühlingsbeginn, fand ein Firmenpräsentationsabend beim führenden Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfunternehmen TPA statt. Geladen wurde in die repräsentativen Räumlichkeiten des TPA Hauptsitzes in die Wiener Praterstraße. Das Programm war inhaltlich speziell auf das internationale FINNCHAM-Netzwerk zugeschnitten.

Der Abend begann mit Begrüßungen von Tuula Nidetzky. Sie hat mit Ihrem Mann die Entwicklung der TPA ganz wesentlich mitgestaltet. Einleitende Worte gab es auch von Johannes Axnix, Präsident der FINNCHAM Austria. Offiziell eröffnet wurde der Abend mit einer Willkommensrede von Outi Saarikoski, Gesandte der Botschaft von Finnland. Danach gab es spannende Fachvorträge über steuerliche und wirtschaftliche Themen von den TPA-Experten Dieter Pock, Wolfgang Höfle, Monika Seywald und Monika Schuster-Kivalo.

Keiner der Gäste fühlte sich von den angeführten Themen nicht in der einen oder anderen Art angesprochen. Und so wurden im Anschluss noch einige steuerlich relevante Fragen eingehender erörtert. Bei einem Imbiss und Getränken gab es zudem die Möglichkeit ausreichend zu Netzwerken.

Die FINNCHAM Austria bedankt sich bei der TPA für diesen informativen Abend!

Weitere Informationen zur TPA:

www.tpa-group.at
www.tpa-group.com

By |2019-04-07T11:18:09+00:0001.04.2019|0 Comments

Im Interview: Dr. Markus Bolhàr-Nordenkampf, Valmet Director für Energy Sales and Service Operations

„Industrie 4.0 hat einen neuen Boost ausgelöst“

Valmet ist heute ein renommierter, finnischer Konzern. Wie kam der Erfolg zustande und welche Historie hat das Unternehmen in Österreich?

Valmet GesmbH wurde im Jahr 1978 in Wien gegründet. Die Geschichte der finnischen Firma reicht aber bis ins 18 Jahrhundert zurück. Beginnend von einem Schiffsbauunternehmen entwickelte sich die Firma über die Jahrzehnte durch zahlreiche Akquisitionen zum einem internationalen Unternehmen mit 3,1 Mrd€ Umsatz und über 12.500 Mitarbeitern. Valmet ist in vier Geschäftsbereiche in fünf geografischen Regionen organisiert. Die Services Business Line bietet Walzenservice, Ersatzteile, Gewebe und Lebenszyklus-Dienstleistungen. Valmet betreut mehr als 2000 Zellstoff- und Papierfabriken weltweit. Die Zellstoff- und Energiesparte bietet Technologien und Lösungen für die Prozessausrüstungen von Zellstofffabriken, unsere Energielösungen umfassen z.B. Kessel zur thermischen Umwandlung von Biomasse und Reststoffen. Der Papierbereich liefert komplette Karton, Tissue und Papierproduktionslinien sowie das dazugehörige Service.  Der Automations-Geschäftsbereich bietet Automatisierungslösungen von Einzelmessungen bis hin zu ganzen Prozessautomatisierungssystemen.

Der Standort Wien wurde als Verkaufsbüro für Papier-, Board- und Tissuemaschinen gegründet. Auch die der Bereich Automation spielte bald eine entscheidende Rolle. Die Firma ist im Laufe der Jahre von 2 Personen auf fast 50 Personen angewachsen. Sicher spielte in diesem Wachstum die zentrale Lage Wiens, als Hub für Osteuropa eine wichtige Rolle. Hauptverkaufsgebiet von Valmet GesmbH ist Central- und Osteuropa und erstreckt sich abhängig von Produktbereich auf bis zu 20 Europäische Länder. Zu unseren Kunden zählen genauso öffentlichen Gemeinden im Energiebereich, wie auch private Investoren und internationale Konzerne für Papierherstellung.

Seit nun zwei Jahren sind wir mit allen Bereichen an einem Standort in Wien vertreten.

Vor wenigem Wochen fand die Jahreskonferenz Valmet Days in Wien statt. Hunderte Kunden kamen extra dafür angereist. Welchen Stellenwert hatte dieser Event für Österreich?

Die Valmet Customer Days finden immer in einer anderen Stadt statt. Diesmal wurde Wien ausgewählt, wohl auch weil Wien am Schnittpunkt zwischen West und Ost liegt. Dennoch fokussieren die Valmet Customer Days nicht nur auf regionale sondern auch auf internationale Kunden. So waren dieses Jahr 216 Kunden aus 41 Nationen zu Gast in Wien. Der Fokus war auf Papier, Zellstoff, Energy und Automation gelegt. Wobei das Thema Industrie 4.0 und der Dialog mit den Daten im Vordergrund stand. Unsere Kunden standen dabei im Mittelpunkt und habe Ihre Erfahrungen mit Valmet präsentiert. Valmet hat das erste Mal auch virtuelle Referenzbesuche und das Valmet Performance Center vorgestellt.

Betrachtet man die einzelnen, unterschiedlichen Geschäftssparten – welche Trends sind hier zu beobachten?

Im Bereich Energie ist die Tendenz zu erkenne, die anfallenden Reststoffströme möglichst vollständig zu nutzen und hier geschlossene integrierte Kreisläufe zu gestalten. Hier ist derzeit vor allem von der Papier- und Zellstoff Industrie eine starke Nachfrage zu bemerken. Aufgrund des weiteren niedrigen Strompreises und der veränderten Förderlandschaft gestalten sich die Neuanlagenprojekte die rein auf die Strom- und Wärmeproduktion aus Biomasse abzielen als schwierig. Wir sehen aber einen hohe Interesse an unseren Angeboten zur Erweiterung des Brennstoffbandes oder aber zur Optimierung der Anlagen.

Im Bereich Papier- und Zellstoffindustrie ist zunehmend die Tendenz weg von Plastik hin zu erneuerbaren Ressourcen spürbar. Gerade der Bereich der plastikfreien Verpackungen hat in den letzten Jahren und wird weiterhin einen Aufschwung erfahren. Ebenso ist dies in der Zellstoffindustrie zu spüren: die natürliche Faser in vielerlei Facetten ersetzt mehr und mehr synthetische Produkte. Im Servicebereich, speziell den Umbauten für die Industrie verlangen die Unternehmen Verbesserungen ihrer Prozesse zu mehr effizienteren Lösungen hinsichtlich Rohstoffeinsatz und Energieverbrauch. Weiters finden mehr und mehr Prozesse hinsichtlich Sicherheit und Automatisierung Anwendung.

In Bereich der Automation ist das Thema Industrie 4.0 und die Digitalisierung der Services ein große Thema.

Als Technologiekonzern propagiert Valmet sehr stark das Thema Industrial Internet/ Industrie 4.0. Über welchen Entwicklungsstand können Sie uns berichten?

Valmet war immer schon ein Vorreiter in digitalen Lösungen. Wenn auch Industrial Internet/ Industrie 4.0 einen neuen Boost ausgelöst hat, sowohl von den technischen Möglichkeiten als auch der Kundenakzeptanz. Damit haben wir unsere Kapazitäten und technischen Möglichkeiten – unter anderen mit Big Data Analyses, Augmented Reality, Cloud Based solutions … – weiterentwickelt, um unser Technologiekompetenz nun auch Remote, von 5 Valmet Performance Center für Pulp, Paper, Tissue, Energy und Automation unseren Kunden bereit zu stellen. Unser Ziel ist etablierte Valmet Prozess- und Anlagenkompetenz mit den Möglichkeiten modernster, digitalen Werkzeuge Orts- und Zeitunabhängig unseren Kunden bereit zu stellen und neue Wege der Zusammenarbeit zu eröffnen.

Zu Valmet

Valmet verfügt über 200 Jahre Industriegeschichte. Die Geschichte von Valmet geht den ganzen Weg zurück zu den 1750er Jahren, damals wurde eine kleine Werft in der Viapori Festung auf den Inseln außerhalb Helsinki gegründet. Valmet ist in vier Geschäftsbereiche in fünf geografischen Regionen organisiert. Die Services Business Line bietet Walzenservice, Ersatzteile, Gewebe und Lebenszyklus-Dienstleistungen. Valmet betreut mehr als 2000 Zellstoff- und Papierfabriken weltweit.  Das bedeutet, dass jährlich mehr als die Hälfte der weltweit 3 ​​800 Zellstoff- und Papierfabriken Dienstleistungen von Valmet kaufen. Die Zellstoff- und Energiesparte liefert Technologien und Lösungen für die Zellstoff- und Energieproduktion, sowie für die Umwandlung von Biomasse. Die Zellstoff-Projekte reichen von der Prozessausrüstungslieferungen bis hin zu kompletten Zellstofffabriken. Valmet Energielösungen umfassen z.B. Biomasse Kraft-Wärme Kopplungen und Kraftwerke im erneuerbaren Bereich sowie neue Biomasse-Umwandlungstechnologien. Der Papier-Geschäftsbereich liefert komplette Karton, Tissue und Papierproduktionslinien und Maschinenerneuerungen. Der Automations-Geschäftsbereich liefert Automatisierungslösungen im Bereich von Einzelmessungen bis hin zu kompletten Prozessautomatisierungs-systemen. Der Fokus liegt dabei auf der Zellstoff- und Papier und anderen Prozessindustrien, der Energieerzeugung, der Marine, sowie dem Öl und Gasbereich.

Valmet hatte in 2017 eine Umsatz von 3,1 Milliarden Euro bei einer Mitarbeiteranzahl von über 12.500 Fachkräften.

Zur Person 

Dr. Markus Bolhar-Nordenkampf, ist Director für Energy Sales and Service Operations und in seiner Funktion von Wien aus für 23 Europäische Länder für den Vertrieb und den Service von Energieablagen zuständig. Er hat an der TU-Wien in Verfahrenstechnik promoviert und hält ein MBA ein General Management. Seine Karriere hat er im industriellen Großanlagenbau zugebracht in der er zahlreiche leitende Funktionen besetzt hat. Seit 2012 ist er in Valmet für die Region Central Europe North für den Energiebereich, das Corporate Key Account Management für Mondi für alle Geschäftsfelder und als Vorsitzender des Vorstandes der Valmet d.o.o. in Kroatien für den Betrieb eines Biomassekraftwerkes zuständig.

By |2019-01-23T18:34:44+00:0023.01.2019|0 Comments
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