About FINNCHAM Austria

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Im Interview: Martina Hölbling, ABA – Invest in Austria

  • Was genau ist die ABA-Invest in Austria und welche Services, Dienstleistungen bietet Ihre Organisation an? 

ABA – Invest in Austria ist die offizielle Betriebsansiedlungsagentur der Republik Österreich & eine Tochtergesellschaft des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

Wir beraten Unternehmen sowie Investoren (einschl. Fonds), die in Österreich eine Gesellschaftsgründung oder einen Unternehmenszukauf (M&A) als Markteintritt planen. Wir betreuen aber auch bereits in Österreich ansässige ausländische Unternehmen bei Expansions-, F&E sowie M&A-Projekten. Hierbei handelt es sich meist um kleinere Transaktionen, bei denen wir mit unserem M&A-Berater-Netzwerk zur Seite stehen. Unser Beratungsangebot deckt sämtliche Fragen rund um den Wirtschaftsstandort Österreich ab. Dies beinhaltet u.a. folgende Themenstellungen: Standortauswahl, arbeits- und steuerrechtliche Fragen, Beratung zu Förderungen und Finanzierungen, Mitarbeitersuche, Identifikation von Kooperationspartnern sowie Unterstützung im Kontakt mit Behörden. Für Unternehmen entstehen keine Kosten, denn die Kosten unserer Beratungsleistungen werden von der Republik Österreich übernommen.

  • Welche Besonderheiten sehen sie für den Standort Österreich, einem doch kleineren Land in der EU?

Mit Österreich verbinden viele vor allem Skifahren, Kunst und Kultur. Österreich ist jedoch vor allem auch ein Industrieland, in dem die Industrie rund 30 % zum BIP beiträgt, und dies ist das 2- bis 3-fache der touristischen Wertschöpfung im Land. Das Niveau der Industrieproduktivität ist in Österreich traditionell hoch. Österreichs Industrie erzielte in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich hohe Produktivitätssteigerungen. Die wichtigsten Produktionszweige sind der Maschinenbau samt Metallbe-/verarbeitung, die Fahrzeugindustrie, die Elektro-/Elektronikindustrie sowie die Chemische Industrie. Österreich ist auch das Land der „Hidden Champions“. Im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl beherbergt Österreich die meisten Weltmarktführer. Es gibt hierzulande sehr viele hochinnovative mittelständische Unternehmen, oftmals auch in Familienbesitz. Und viele der Unternehmen, die hier produzieren, forschen auch am Standort. Der Staat bietet hier eine Vielzahl von Förderinstrumenten an, die im europäischen Vergleich hoch kompetitiv sind. Ausländische Unternehmen tragen zu über 50 % der österreichweiten Corporate F&E-Ausgaben bei und beschäftigen rund 40 % des F&E-Corporate-Personals. Dies belegt klar, dass ausländische Unternehmen auf den Forschungsstandort Österreich setzen.

Eine weitere Besonderheit ist Österreichs zentrale Lage. Wenn es um den Aufbau von Geschäftsbeziehungen mit Ost- und Südosteuropa geht ist Österreich Standort Nummer Eins. Mittlerweile legen knapp 380 Headquarters davon Zeugnis ab. Die dynamischen Märkte Ost- und Südosteuropas sind Anziehungspunkt für multinationale Firmen. Hinzu kommt, dass für das internationale Business in Österreich mehr qualifizierte Fachkräfte mit Fremdsprachen-Kenntnissen als in anderen westeuropäischen Ländern zur Verfügung stehen. Rund 20 % der Bevölkerung haben Migrationshintergrund, und drei Viertel aller Migranten in Österreich stammen aus Mittel- und Osteuropa. Diese Zuwanderer sind überdurchschnittlich gut ausgebildet und sprechen im Schnitt drei Sprachen.

  • Ausländische Firmen interessiert besonders das Thema „Förderungen und Finanzierungen“. Können Sie das Angebot der ABA – Invest in Austria hier präzisieren?

Gemeinsam mit Netzwerkpartnern und den Regionalagenturen in den neun Bundesländern bieten wir ausländischen Unternehmen Förderchecks an, bei denen die Fördermöglichkeiten sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene geprüft werden. Neben den wichtigsten staatlichen Anlaufstellen wie der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft), der Förderbank des Bundes AWS (Austria Wirtschaftsservice) sowie der KPC (Kommunalkredit Public Consulting) vermitteln wir auch Kontakte zu Banken. Die Förderinstrumente sind vielfältig und decken alle Entwicklungsphasen eines Unternehmens ab: Pre-Seed-Programme, staatliche VC-Fonds, nicht-rückzahlbare Zuschüsse, Garantien/Haftungen, begünstigte Kredite, sowie die steuerliche Förderkomponente, sprich die Forschungsprämie von 14 %.

Österreich ist hinsichtlich Förderungen, vor allem im F&E-Bereich, im europäischen Vergleich sehr gut aufgestellt, was für ausländische Unternehmen zusätzlich ein wichtiger Anreiz ist. 3,4 % aller Unternehmen hierzulande kommen aus dem Ausland. Auf diese Unternehmen entfallen mehr als 50 % aller Corporate F&E-Investitionen in Österreich, 29 % des Produktionswertes sowie 20 % aller Corporate-Beschäftigten.

  • Sie reisen viel durch europäische Länder. Welche Erfahrungen hatten Sie bisher in Finnland? Gibt es Besonderheiten?

Ich habe Finnland über meine berufliche Tätigkeit entdeckt. Finnen sind offen in Hinblick auf Austausch sowie konstruktive direkte Abstimmungen in einem besonders angenehmen Gesprächsklima über konkrete Kooperationsmöglichkeiten. Der Zugang zum Top Management gestaltet sich einfach. In sehr flachen Hierarchien werden rasch Entscheidungen getroffen, und diese sind immer zielorientiert und aufs Konkrete ausgerichtet. Große Distanzen können einfach und bequem im perfekt ausgebauten Netz der öffentlichen Verkehrsmittel (v.a. Züge) zurückgelegt werden. Hierbei bewundert man die Schönheit der Natur, die unglaubliche Weite und Freiheit. Es ist ein wunderschönes Land – wie Österreich mit einer sehr hohen Lebensqualität – das nachhaltig auf allen Ebenen positiv überrascht und begeistert.

  • Welche Pläne haben Sie für die zukünftige Zusammenarbeit mit finnischen Firmen?

Wir sind besonders froh über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der FINNCHAM Österreich und möchten uns bei dieser Gelegenheit bei ihrem Präsidenten Johannes Axnix sehr herzlich bedanken. Unser besonderer Dank gilt auch der finnischen Botschafterin Pirkko Hämäläinen in Wien. Neben diesen wichtigen Partnerschaften freuen wir uns auch sehr über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Business Finnland in Wien sowie den lokalen Kammern vor Ort in Finnland, mit denen wir im vergangenen Jahr einige Veranstaltungen umgesetzt haben. Wir wollen dies gerne fortsetzen und stehen sowohl den bereits angesiedelten finnischen Unternehmen als auch neuen Investoren mit Rat und Tat zur Seite.

Über das Unternehmen:

ABA – Invest in Austria ist die Betriebsansiedlungsagentur der österreichischen Standortagentur Austrian Business Agency (ABA), die zum Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) ressortiert. Mit ihren drei Abteilungen ABA – Invest in Austria, ABA – Work in Austria und Location Austria bewirbt die Standortagentur Österreich im Ausland als Wirtschafts- und Forschungsstandort, als attraktiven Arbeitsmarkt für Fachkräfte sowie als Drehort für internationale Filmproduktionen.

„Zur Person“ (Martina Hölbling)

DI Dr. Martina Hölbling ist Direktorin Westeuropa, M&A, VC/PE bei ABA – Invest in Austria.

Sie betreut in ihrer Funktion als Investment Expertin ausländische Investoren, Unternehmen aber auch Fonds und Startups aus den Nordischen Ländern/Skandinavien, der Schweiz, Frankreich sowie den Benelux-Staaten bei der Gründung, Expansion, M&A-Transaktionen sowie F&E-Projekten Ihrer Unternehmungen in Österreich.

Sie ist im Advisory Board eines Life Sciences Startups aktiv. Zuvor war sie im Bereich Business Consulting, Banking/VC sowie der Industrie in Österreich und im Ausland tätig.

Sie hat an der TU-Wien in Technischer Chemie promoviert.

(c) Lakeside Park, G.Steinthaler

Carinthia_(c)Lakeside Park, G.Steinthaler
By |2020-03-19T19:19:15+00:0015.03.2020|0 Comments

Netzwerkabend „Bestes Bier im Februar“

Die Grundidee unserer beliebten Veranstaltungsserie „Netzwerkabend“ ist es, unseren Mitgliedern und Gästen die Möglichkeit zu bieten, sich rasch zu vernetzen und sowohl lokale als auch internationale Unternehmen aus unserem Netzwerk kennenzulernen.

Der erste Netzwerkabend 2020 stand ganz im Zeichen hoher österreichischer Braukunst. Diesmal hatten wir die Möglichkeit die nagelneue Restaurantbrauerei „Stöckl im Park“, Schwesterlokal des bekannten Wiener Salmbräu, zu besuchen. Unsere Gastgeberin war die Finnin Anne Nikulainen-Welledits, Prokuristin beider Lokaler.

Eröffnet wurde der Abend durch eine kurzweilige Ansprache von Botschafterin Pirkko Hämäläinen.

Danach bekamen unsere rund 35 Gäste nicht nur bestes frisch gezapftes Bier zur Verkostung (ein köstlicher Vorspeisenteller inbegriffen), sondern auch eine exklusive Brauerei-Führung von Geschäftsführer Ing. Albert Welledits persönlich. Die Besonderheit: Die präsentierte Anlage ist die modernste und ökologischste seiner Art und wirklich spektakulär anzusehen. Herr GF Welledits brillierte mit hohem Fachwissen und vermittelte seine Kenntnisse zur modernen Bierherstellung mit Witz und Charme.

Ein insgesamt sehr gelungener Abend der noch bei einigen Märzen, Pils, Lager und Zwickl seinen schönen Ausklang fand.

By |2020-02-28T12:08:00+00:0028.02.2020|0 Comments

Im Porträt: KONE Österreich Vorstandsvorsitzender Christian Wukovits

Welchen Stellenwert hat KONE heute in Österreich und auch global? 

KONE kann mittlerweile stolz auf eine über 100 jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken. Die Anfänge von KONE Österreich folgten fast zur gleichen Zeit, als im Jahr 1914 die Sowitsch Aktiengesellschaft gegründet wurde. Sowitsch entwickelte sich in der Folge als eines der innovativsten Unternehmen im Aufzugsbau, mit Aktivitäten in mehreren mittel- und osteuropäischen Märkten. Im Jahr 1970 wurde Sowitsch von der finnischen KONE übernommen und war somit die erste Akquisition außerhalb Nordeuropas. Zahlreiche Innovationen ließen in den Folgejahren auch KONE Österreich stark wachsen. Hier ist insbesondere die Entwicklung und Markteinführung des ersten maschinenraumlosen Aufzugs zu erwähnen, wodurch KONE in Österreich Ende der 90er Jahre erstmals Marktführer im Bereich der Neuanlagen wurde. Die Breite des Portfolios ist gleichzeitig ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. KONE ist für Kunden ein „One Stop Shop“ für alles, was den Personenfluss in Gebäuden selbst, aber auch Zutritt bzw. Zufahrt anbelangt. „People Flow® Intelligence“ aus einer Hand. Als einer der vier größten Player am Aufzugs- und Rolltreppenmarkt in Österreich, befinden wir uns gerade in einer sehr spannenden Phase, weg vom Produkthersteller zum Servicedienstleister. Die Digitalisierung hat die Immobilien- und Baubranche längst erfasst, und wir befinden uns mitten in einem sehr spannenden Change Prozess.

Welche Branchentrends sehen Sie in den nächsten Jahren? Wie bewerten Sie diese in Hinblick auf das Unternehmen KONE?

Auch für unsere Branche gilt der Spruch „Stillstand ist Rückschritt“, was bedeutet, dass wir ständig am Forschen und Entwickeln innovativer Technologien sind. Die Erfolgsgeschichte von KONE in Forschung und Entwicklung bedeutet, dass wir mehr als 3.000 Patente in unserem Unternehmen halten.

Vom Forbes Magazine 2018 zum 8. Mal in Folge als eines der innovativsten Unternehmen der Welt gelistet, entwickeln, produzieren, verkaufen und pflegen wir Lösungen für die Herausforderungen heute und in der Zukunft: Urbanisierung, Digitalisierung & älter werdende Gesellschaften. Unser Ziel ist es, Städte und städtische Räume lebenswerter mitzugestalten.

Die Digitalisierung der Immobilienbranche ist bereits Realität und wir befinden uns mitten im Wandel. Künstliche Intelligenz und smarte Gebäude sind Konzepte, die für die Aufzugsbranche eine immer bedeutendere Rolle einnehmen. Es geht einerseits darum, existierende Systeme zu vernetzen und aus gewonnenen Daten mittels Analysetools einen Mehrwert für Kunden und Nutzer zu schaffen, indem Komfort, Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlagen weiter gesteigert werden. Andererseits erlauben neue Technologien die Entwicklung von Tools und Konzepten, die bis dato nicht realisierbar waren. Intelligenter Gebäudezutritt, Bedienung über Smartphones, digitales schwarzes Brett, um nur einige zu nennen.

Stichwort Digitalisierung: Wie vernetzt wird die Aufzugsfahrt in Zukunft werden? 

Die Digitalisierung und vernetzte Technologien können schon heute unser Leben und Arbeiten enorm beeinflussen. Ein Beispiel: Wenn der Kühlschrank leer ist, können wir über den Sprachassistenten Alexa von Amazon unsere Lebensmittel beim Supermarkt bestellen. Steht der Lieferant vor der Tür, werden wir auf Wunsch per Nachricht auf dem Smartphone informiert. Die Tür zum Foyer können wir ihm über eine App öffnen. Dort kann er die Einkäufe an einen Serviceroboter übergeben, der sich sogleich selbstständig per Aufzug auf den Weg zu unserer Wohnung in der fünften Etage macht. Und wenn wir nach Hause kommen, ist die Spiegelwand im Aufzug dazu in der Lage, zum Magic Mirror zu werden und zeigt uns als digitaler Infobildschirm die aktuellsten Nachrichten. Die Zukunft des Smart Buildings ist jetzt. Und die neue Aufzuggeneration DX von KONE, die in Österreich seit dem 03. Februar auf dem Markt ist, hebt diese auf ein komplett neues Level.

Gibt es weitere, innovative Lösungen von KONE und Themen in der Entwicklung, die in naher Zukunft spruchreif werden?

Die Zukunft ist jetzt! KONE entwickelt sich zum Plattformanbieter für cloudbasierte Gebäude-Services. Am 03. Februar 2020 hat das Unternehmen in Österreich die neue Aufzugklasse DX gelaunched. Die DX-Aufzüge sind serienmäßig an die cloudbasierte digitale Plattform von KONE angebunden und machen so zahlreiche smarte Services für den breiten Markt und eine große Masse von Nutzern verfügbar.

Durch integrierte Konnektivität können die Aufzüge über eine sichere offene Schnittstelle mit einer wachsenden Zahl von Applikationen verbunden werden. Das können Services von KONE wie die vorausschauende Wartung sein. Aber auch Apps von Drittanbietern. Amazon ist mit seiner digitalen Sprachassistentin Alexa bereits mit an Bord, ebenso wie der Spotify-Partner Soundtrack Your Brand, der als Music-on-Demand-Anbieter Musik beisteuert. Roboterentwickler Robotise schickt auf Wunsch einen computergesteuerten Servicebutler zur Wohn- oder Hoteltür. Und die Navigations-App Blindsquare sorgt dafür, dass sehbehinderte Menschen im Gebäude sicher und wohlbehalten zum Aufzug und ihrem Wunschort im Gebäude gelangen.

Selbst die komplette Integration der Aufzüge in die Gebäudesteuerung wird möglich – Heizung und Lichtsystem lassen sich somit auf Wunsch individuell an die Bedürfnisse des Gebäudes anpassen. Weitere smarte Funktionen für Nutzer und Betreiber sind bereits in der Entwicklung – und werden je nach Anforderung der Kunden stetig erweitert. Wir schaffen so mit der DX-Klasse faktisch unbegrenzte Möglichkeiten, Gebäude, aber auch ganze Stadtviertel wirtschaftlicher und nachhaltiger zu betreiben.

Über KONE

Unsere Mission bei KONE ist es, den Fluss des urbanen Lebens zu verbessern. Als einer der weltweit führenden Hersteller von Aufzügen und Rolltreppen bietet KONE Aufzüge, Rolltreppen und automatische Türen und Tore für Gebäude sowie Lösungen für Wartung und Modernisierung, um den Wert von Gebäuden während ihres gesamten Lebenszyklus zu erhöhen.

Durch einen effektiveren People Flow® gestalten wir die Mobilität der Menschen sicher, bequem und zuverlässig, in höheren, intelligenteren Gebäuden. Im Jahr 2019 erzielte KONE einen jährlichen Nettoumsatz von 10 Milliarden Euro und beschäftigte zum Jahresende etwa 60.000 Mitarbeiter. KONE Aktien der Klasse B sind an der Nasdaq Helsinki Ltd. in Finnland notiert.

© KONE Corporation

© KONE Corporation

© KONE Corporation

Zur Person: Mag. Christian Wukovits

Mag. Christian Wukovits, geboren 1967, ist seit 2019 Vorstandsvorsitzender der KONE AG. Als vormaliger Finanzvorstand des Unternehmens ist er nun auch für die gesamten Österreich-Aktivitäten des Konzerns verantwortlich. Seine Karriere begann er in der österreichischen Versicherungsbranche, mit anschließenden Managementpositionen in der Telekommunikationsindustrie, wo er unter anderem 3 Jahre in den USA tätig war.

By |2020-02-15T16:39:21+00:0014.02.2020|0 Comments

Rückblick: EcoTalk 15.10.2019

5G, Digitalisierung – die globale Vernetzung

EcoTalk ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat der Botschaft von Finnland, FINNCHAM Austria und der Sylvi Kekkonen Stiftung.

Die Abende sind immer eine Mischung aus Diskussionen über die neuesten Wirtschaftstrends, musikalischen Darbietungen junger finnischer Musiker und informellen Gesprächen.

Diesmal ging es um die Frage, wie 5G und Digitalisierung unsere Wirtschafts-, und Arbeitswelt nachhaltig verändern. Veranstaltungsort war die Residenz der finnischen Botschaft in Wien.

Offiziell eröffnet wurde der Abend mit einer Rede der finnischen Botschafterin Pirkko Hämäläinen. Danach gab es eine erste musikalischen Darbietung der beiden Musik-Stipendiaten, Pianist Johannes Piirto und Geigenspieler Juho Valtonen.

Am anschließenden Roundtable fungierten als Diskutanten: Peter Wukowits (Geschäftsführer Nokia Österreich), Manfred Immitzer (Geschäftsführer Porsche Informatik) und Martin Resel (Chief Customer Officer Enterprise, A1 Telekom Austria AG). Alle drei Unternehmen sind führend in der Entwicklung der 5G-Technologie und ihren Anwendungen. Als Moderator fungierte Honorarkonsul Ferdinand Auersperg. Die Diskussion verlief lebhaft, zudem gab es zahlreiche Fragen aus dem Publikum.

Auch der nachfolgende zweite Teil der musikalischen Aufführung war schwunghaft und bewegend zugleich.

Bei finnischen Getränken und typisch finnischen Speisen gab es dann für die Gäste weitere, vertiefende Gespräche untereinander.

By |2019-10-23T09:31:56+00:0022.10.2019|0 Comments

Im Porträt: Gerald Gröhsenbrunner GF Polar Austria

  • Wann und wie entstand Polar und wurde zu dem weltbekannten Unternehmen das es heute ist? Und wieviel „Finnland“ steckt in diesem Erfolg?

1977 gründete Professor Seppo Säynäjäkangas eine Firma zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von kabellosen Herzfrequenz-Messgeräten für Profisportler. Sein Ziel: Die Technik der kabellosen Herzfrequenz-Messung für den professionellen Ausdauersport zu etablieren und weiterzuentwickeln. Heute, mehr als 40 Jahre später ist Polar Marktführer in dem Bereich der Trainingscomputer. Rad-, Lauf- und Fitnesscomputer gehören zur ersten Wahl, vom Topathleten bis hin zum Breitensportler.

Der Schlüssel zu dem Erfolg ist eine ideale Kombination aus ausgefeilter Technik, fundierten wie aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse sportlicher und aktiver Menschen. Die Erfahrung und das einzigartige Wissen aus über 40 Jahren Forschung und Entwicklung verbunden mit der Entschlossenheit den Markt stets mit der aktuellsten Technik zu versorgen, macht Polar so einzigartig.

Die Inspiration, an der kabellosen Übertragung der Herzfrequenz zu forschen, kam Prof. Säynäjäkangas 1976 durch ein Gespräch mit einem Ski-Trainer. Der Inhalt des Gesprächs bezog sich auf die Notwendigkeit einer genauen, schnellen und „mobilen“ Herzfrequenz-Messung. Nach intensiver Forschung und Entwicklung kam 1982 das erste Polar Herzfrequenz-Messgerät auf den Markt. Die Erfolgsgeschichte von Polar ist somit mit Finnland untrennbar verbunden.

  • Vor dem Hintergrund eines immer größer werdenden Mitbewerbs – was macht Polar Produkte so einzigartig?

Polar hat von Beginn an einen wertvollen Beitrag in der Forschung und bei der Nutzung der Herzfrequenz-Variabilitätsmessung zur Bestimmung von Fitnesslevel, optimaler Trainingsbelastung und Trainingseffekt geleistet und mittlerweile hunderte Patente angesammelt. Polar bietet seinen Nutzern einzigartige Funktionen im Bereich der Pulsmessung, die auf wissenschaftlicher fundierter Entwicklung beruhen. Darüber hinaus schätzen unsere User die intuitive Bedienung unserer Modelle und das moderne Design.

  • Wie definieren Sie Ihre Zielgruppe? Spitzensportler, Amateur-Sportler, Freizeitsportler…?

GPS-Uhren, Radcomputer, Lifestyleprodukte, Smartwatches oder auch Lösungen für Teams – Polar hat für jeden das passende Produkt. Das Produktangebot umfasst auch kostenfreie Training Apps sowie einen Webservice. Polar unterstützt bei einem aktiven Lebensstil genauso wie dabei, die neuen sportlichen Ziele zu erreichen. Polar nimmt in der Definition der Zielgruppe keine Einschränkungen vor.

  • Welche sind die neuesten Entwicklungen? Auf welche technischen Neuerungen und Produkte dürfen wir uns schon bald freuen?

Wir glauben auch heute noch genauso fest an unsere Idee wie vor über 30 Jahren. Wir werden auch weiterhin Produkte entwickeln, die es unseren Kunden erlauben ihre Gesundheit zu verbessern, an ihrer Fitness zu arbeiten und im Profisport Erfolge zu erzielen. Wir werden weiterhin Pionierarbeit in neuen technologischen Bereichen leisten, um die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Kunden zu bedienen.

5.) Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Welche Sportarten betreiben Sie selbst unter Verwendung einer Polar Pulsuhr?

Als Ironman Finisher war ich in der Vorbereitungsphase intensiver und zufriedener Nutzer unserer Modelle. In den letzten Jahren spiele ich wieder vorwiegend Tennis und verwende unsere Produkte vor allem für das Grundlagentraining.

„Zum Unternehmen“

1977 wurde das finnische Unternehmen Polar Electro Oy gegründet, zehn Jahre später, 1987, kommen in Österreich die ersten Polar Produkte auf den Markt. Im Jahr 1993 wird die Österreich Niederlassung der Polar Electro GmbH Deutschland mit Sitz in Wien gegründet. Seit 2010 ist die Polar Electro Austria GmbH ein eigenständiges Tochterunternehmen

Seit über 40 Jahren ist Polar nun der Pionier in der Sportstechnologie und hilft Athleten und Trainern dabei, Höchstleistungen zu erreichen. Polar begann mit Herzfrequenz-Überwachung, hat sein Angebot seitdem aber um vielfältige Trainingslösungen für Top-Athleten, Trainer und aktive Fitness-Enthusiasten erweitert. Polar bleibt dank seiner Präzision, Reliabilität und außergewöhnlichen Erfahrung der verlässliche Partner für sportliche Leistungen. Das preisgekrönte Produktportfolio von Polar beinhaltet innovative Sport Wearables, die perfekt mit Polar Trainings-Apps und Cloud Services arbeiten.

Mit Hauptsitz in Finnland ist Polar ein Privatunternehmen, das in über 80 Ländern operiert. Polar Produkte werden weltweit bei über 35.000 Händlern verkauft. Die wichtigsten Märkte sind Europa und Nordamerika.

„Zur Person“

Gerald Gröhsenbrunner ist Geschäftsführer der Polar Electro Austria GmbH, die in Österreich zehn Personen beschäftigt. Seine Karriere hat er im Innen- und Außendienst der Comesa GmbH im Vertrieb von Medizintechnikprodukten begonnen und damit seit der ersten Stunde im Jahr 1987 für den Aufbau der Marke Polar in Österreich verantwortlich. Im Jahr 1993 wurde er Leiter der Niederlassung der Polar Electro GmbH Deutschland mit Sitz in Wien. Seit 2010 ist er Geschäftsführer des eigenständigen Tochterunternehmens, der Polar Electro Austria GmbH.

By |2019-10-23T09:37:37+00:0017.10.2019|0 Comments

Rückblick: Business Update 12.9.2019

Am 12. September 2019 startete FINNCHAM Austria den Herbst mit einem Business Update, das gemeinsam mit der Botschaft von Finnland und Business Finland organisiert wurde. Die Veranstaltung bot den Teilnehmern einen umfassenden Überblick über die kommenden Veranstaltungen aller drei Organisationen. Ca. 30 Gäste und Mitglieder des FINNCHAM-Netzwerks nahmen an der Veranstaltung teil.

Zu Beginn des Abends begrüßte der Präsident von FINNCHAM Austria, Johannes Axnix, die Gäste und übergab das Wort an Outi Saarikoski, Gesandte der Botschaft von Finnland. Nach offiziellen Begrüßungsworten hielt Gesandte Saarikoski einen informativen Vortrag über die Aktivitäten und Zuständigkeiten der finnischen Botschaft in Wien sowie über die finnische EU-Ratspräsidentschaft.

Der zweite Vortrag wurde von Trade Commissioner Werner Merzeder (Business Finland) gehalten, der interessante Fakten und aktuelle Statistiken zum Handel zwischen Finnland und Österreich darlegte.

Anschließend informierte Sanna Sipilä-Axnix, Advisor bei Business Finland, über alle Veranstaltungen, die von Business Finland im Herbst 2019 organisiert werden. Besonders hervorzuheben: Die Vienna Design Week, mit Finnland als Gastland.

Und auch FINNCHAM Austria Präsident Johannes Axnix lieferte eine kompakte Übersicht über die bevorstehenden Aktivitäten, wie beispielswiese den nächsten Wirtschafts-Roundtable „EcoTalk“.

Nach den Präsentationen war es Zeit, die exzellenten Weine des Weinguts Dürnberg und köstliche italienische Snacks und Süßigkeiten zu genießen. Da fiel der persönliche Austausch mit anderen Gästen gleich viel leichter.

FINNCHAM Austria freut sich auf ein baldiges Wiedersehen bei einer unserer nächsten Events!

By |2019-09-24T23:41:35+00:0022.09.2019|0 Comments

Im Interview: Botschafterin Pirkko Hämäläinen

Sehr geehrte Frau Botschafterin, Sie sind seit Anfang 2019 in Österreich. Welche Beobachtungen haben Sie gemacht, sehen Sie Besonderheiten?

Es sind schon über 20 Jahre seit meinem letzten Aufenthalt in Österreich vergangen und ich kann sagen, dass das Land sich währenddessen sehr geändert hat. Wien hat sich zum Positiven verändert. Österreich liegt geopolitisch gesehen zentral und spielt daher als verbindender, neutraler Akteur, als Gleichgewicht, eine wichtige Rolle in Europa. Diese Aufgabe gelingt Österreich gut. Dass mehrere internationale Organisationen ihren Sitz in Wien haben, als größte die UN, ist wohl ein Beweis dafür.

Finnland hat am 1.Juli 2019 den Vorsitz im Rat der EU übernommen. Können Sie uns etwas über die inhaltlichen Schwerpunkte erzählen?

Die Prioritäten des finnischen EU-Ratsvorsitzes können in vier Themen eingeteilt werden: Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, Klimaschutz, Verstärkung der Wirtschaft in Europa sowie die Sicherheit Europas und seiner BürgerInnen. Auf dem Tisch des Vorsitzes liegen auch die Verhandlungen mehrjähriger Finanzrahmen sowie die Erweiterungsverhandlungen der Union.

Wird es auch diesbezügliche Aktivitäten in Österreich geben?

Alle Veranstaltungen während des sechsmonatigen EU-Vorsitzes stehen unter dem Schirm des Vorsitzes. Zu den größten Veranstaltungen zählen u.a. die VIENNA DESIGN WEEK mit Finnland als Gastland von 27. September bis 6. Oktober, ein Rechtsstaatlichkeitsseminar am 16. Oktober, das mit finnischen Kooperationspartnern organisiert wird sowie das Vienna Women Forum in Zusammenarbeit mit den UN und den nordischen Ländern. Zusätzlich gibt es in der Botschaft und in meiner Residenz Veranstaltungen wie z.B. den gemeinsam mit Finncham organisierten Ecotalk im Oktober.

Ganz Grundsätzlich: Wie schätzen Sie die Weiterentwicklung der EU, politisch wie wirtschaftlich, ein?

Die Weiterentwicklung der EU hängt letztendlich von ihren Mitgliedsstaaten ab. Wir stehen aufgrund von Brexit an einem Wendepunkt. Einerseits schreitet die Integration voran, andererseits ist die Entwicklung zum Teil stehengeblieben. Eine der zentralen Bedeutungen der EU hat mit dem gemeinsamen Binnenmarkt und freien Personenverkehr zu tun. Für Finnland ist es auch wichtig, die Sicherheitsdimension, in der die EU eine immer bedeutendere Rolle spielt, weiterzuentwickeln. Die EU ist ein bedeutender globaler Akteur, der in vielen Angelegenheiten als Wegweiser für andere fungiert. Die wichtigste Aufgabe der EU ist vielleicht jedoch, die europäischen Staaten an die Zusammenarbeit zu binden und auf diese Weise Frieden und Stabilität in Europa zu fördern.

 

Zur Person

By |2019-09-22T22:36:46+00:0016.09.2019|0 Comments

50 Jahre Wirtschaftsbeziehungen Finnland-Österreich

EVENT

Im Wandel der Zeit

50 Jahre Wirtschaftsbeziehungen Finnland Österreich

FINNCHAM Austria gehört zu den ältesten Handelskammern in Österreich, sie wurde als Handelsgilde bereits 1969 gegründet. Beide Länder haben über die letzten Jahrzehnte enge Wirtschaftsbeziehungen geknüpft – und das mit großem Erfolg! Das 50-jährige Jubiläum war daher ein besonderer Anlass, der entsprechend gewürdigt wurde.

Mehr als 100 Gäste kamen am 6. Juni 2019 zur großen Jubiläumsfeier. Gefeiert wurde im noblen Weingut am Reisenberg in Grinzing, hoch über den Hügeln von Wien.

Offiziell eröffnet wurde der Abend durch H.E., Botschafterin Pirkko Hämäläinen. Danach folgte ein spannendes Referat mit dem Titel „Finnlands Wirtschaft im Wandel der Zeit“. Vortragender war niemand geringer als der Aufsichtsratspräsident von Business Finland, Pertti Korhonen.

Als weiteren Höhepunkt darf man getrost die nachfolgende Diskussionsrunde bezeichnen. Unter der Moderation von Kurier Herausgeber Helmut Brandstätter diskutierten leitende Manager finnischer Firmen in Österreich leidenschaftlich zu diesen Themen: Technologie & Innovation, Bildung, allgemein Trends sowie Mentalitätsunterschiede im täglichen Business.

Sehr emotional gestaltete sich danach der Auftritt von Sopran Emilia Vesalainen-Pallas (Klavier: Esa Ylönen). Sie begeisterte trotz Leichtigkeit mit unglaublicher Gesangsstärke und Präzision. Krönender Abschluss ihrer Performance war das gemeinsame Absingen der Finnischen Nationalhymne – kein Gast konnte dabei noch ruhig sitzen.

Nicht unerwähnt bleiben darf das Künstlerinnen-Duo Sattuma. Sie lieferten den gesamten Abend ein interessantes Repertoire zwischen Volks- und Klassischer Musik.

Und ab Mitternacht gab es dann noch in der Cocktail-Bar „The Sign“ ein After-Party Treffen. Kippis!

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In Zusammenarbeit mit:

By |2019-06-26T22:56:10+00:0011.06.2019|0 Comments

Rückblick: Firmenpräsentation Metso Austria am 25.4.2019

Metso ist ein weltweit führendes Industrieunternehmen für Geräte und Dienstleistungen zur nachhaltigen Verarbeitung natürlicher Ressourcen. Auch in Österreich sind die Finnen in ihrer Branche ein relevanter Faktor. Und so fand am 25.4. ein spannender Firmenpräsentationsabend in der Metso-Zentrale in Wien-Erdberg statt.

Nach Begrüßungsworten von Johannes Axnix, dem Präsidenten der FINNCHAM Austria, wurde der Abend mit einer Willkommensrede der Botschafterin von Finnland, Exzellenz Pirkko Hämäläinen, offiziell eingeläutet. Frau Botschafterin Hämäläinen ist seit Anfang des Jahres 2019 im Amt und es war ein großes Vergnügen für die FINNCHAM Netzwerkmitglieder, sie auch persönlich kennenzulernen.

Anschließend gab es hochinteressante Vorträge über die Metso Gruppe, sowie deren Produkte und Dienstleistungen. Maria Panwinkler, Geschäftsführerin von Metso Austria, gab einen umfassenden Überblick über die Mission und Geschichte der gesamten Firmengruppe, sowie detailliertere Informationen zu strategischen Unternehmensschwerpunkten. Thomas Wagner, Regional Sales & Service Manager, präsentierte das Mineralgeschäft von Metso. Besonders faszinierend waren die Videodemonstrationen der Mahl- und Verarbeitungsgeräten von Abfällen aus Bauwesen und Industrie. Die letzte Präsentation wiederum wurde von Sales Manager Max Wandl abgehalten. Die Teilnehmer erfuhren spannende Details über die Vielfalt von industriellen Ventilen sowie deren unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten.

Danach ging es zum Netzwerken, inklusive tollem Buffet. Dabei ergaben sich noch längere, intensive Gespräche und Diskussionen zu den Themen des Abends.

FINNCHAM Austria dankt Metso Austria herzlich für diese schöne und informative Veranstaltung!

By |2019-04-29T18:11:38+00:0029.04.2019|0 Comments
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