About FINNCHAM Austria

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Im Interview: Robert Kaup, Geschäftsführer TietoEVRY

– Der Konzern firmiert seit kurzem als TietoEVRY. Wie kam es dazu? Was wird anders?

Tieto und EVRY sind seit vielen Jahren etablierte Digitaldienstleistungsunternehmen, die beide ihren Ursprung in den nordischen Ländern haben – Tieto in Finnland, EVRY in Norwegen. Beide Firmen weisen eine ähnliche Unternehmenskultur und Werte wie Offenheit, Vielfalt, Nachhaltigkeit und Innovationsgeist auf. Sie überschnitten sich auch inhaltlich zum Teil stark – jedoch, insbesondere jenseits der nordischen Länder, kaum im Sinne von regionalen Präsenzen. Genau darin wurde ein großes Potential erkannt, denn KundInnen profitieren nun sowohl von gebündeltem Knowhow, Synergieeffekten und einer vergrößerten Anzahl an ExpertInnen, als auch von einem geografisch dichteren und solideren Netz an lokalen Präsenzen. Beispielhaft sind hierbei die stärkeren Kapazitäten durch Nearshore-Zentren zu nennen, die es unseren KundInnen jetzt noch besser als zuvor ermöglichen, auch große und komplexe Projekte wirtschaftlich und effizient zu verwirklichen.  

– Welchen Stellenwert hat die Firma in Österreich? Wie teilt sich das Kundensegment auf? Wo liegen zukünftige Potentiale?

Die Österreich-Niederlassung liefert seit 15 Jahren einen soliden, wirtschaftlichen Beitrag zur Gesamt-Performance der Corporation, und die drei Österreich-Standorte in Wien, Linz und Graz gewinnen mehr und mehr MitarbeiterInnen – dieses Jahr knacken wir voraussichtlich die 200-Personen-Marke. Darüber hinaus haben wir hochkarätige ExpertInnen im Österreich-Team, die in der grenzübergreifenden Weiterentwicklung von Digitalisierungs-Innovationen wertgeschätzt werden. Das verschafft uns im Konzern ein hohes Ansehen. 

In Österreich bedienen wir eine Reihe von Kundensegmenten – in Branchenhinsicht liefern wir insbesondere der produzierenden bzw. Prozess-Industrie, dem öffentlichen Bereich, dem Telekommunikations- und Finanzdienstleistungs-Sektor sowie der Energiewirtschaft Digitalisierungs-Expertise auf höchstem Niveau. In den genannten Bereichen pflegen wir langjährige Partnerschaften zu namhafter Kundschaft, wie beispielsweise A1, ASFINAG, BAWAG P.S.K. oder Mondi.

Wir erkennen eine Reihe von Potentialen im Bereich der Digitalisierung. Dazu gehört das Outsourcing des Application Management mitsamt Trendbewegungen wie DevOps und Automatisierung. Das Data Management und die Transformation zu Cloud-Lösungen ist ein massives Thema, das praktisch niemanden unberührt lassen wird. Usability und erfolgreiche Customer Experience birgt ebenfalls große Potentiale für praktisch alle Players am Markt – schon allein durch stetig steigende Ansprüche von Nutzern und Anwendern, auch im B2B-Umfeld.

– Welche besonderen Produkte und Lösungen bietet TietoEVRY genau an? Besondere Highlights aus der letzten Zeit? 

Als SAP-Beratungshaus, das sich flexibel auf individuelle Kundenbedürfnisse und -situationen einstellt, sehen wir die große Notwendigkeit zahlreicher Unternehmen an professioneller Begleitung in diesem Bereich; nicht zuletzt aufgrund der nächsten Generation, SAP S/4HANA. Unsere Scrum Masters und Agile Coaches begleiten Unternehmen auf ihrem Weg zur tatsächlichen Etablierung agiler Organisationen. Als (Integrations-)Partner großer Herstellermarken macht TietoEVRY den erfolgreichen Roll-Out von Lösungen möglich – beispielhaft kann ich hier Microsoft Azure sowie Office 365, Salesforce und große Customer Experience-Anbieter wie Genesys nennen. Nicht zuletzt liefern wir für Industriekunden dedizierte Lösungen, mitunter im IoT- sowie im Mixed Reality-Bereich.

– Stichwort digitale Transformation: Welche Trends und Entwicklungen sehen Sie ganz generell? Wie sehen hier die kurzfristigen und mittelfristigen Unternehmens-Strategien aus? 

Spontan fällt mir eine besonders herausfordernde Entwicklung ein: jene des Fachkräftemangels in der IT. Er macht es auch künftig erforderlich, als Arbeitgeber die Extrameile zu gehen, sich positiv von der Masse abzuheben. Das kann durch eine zeitgemäße, faktisch gelebte agile Organisationsform sein, wie wir sie bei TietoEVRY haben. Sie impliziert Autonomie, Sinn und Zweck im täglichen Handeln jedes Mitglieds des Unternehmens und das Schaffen einer Umgebung, in der persönliches Wachstum begünstigt wird. Wie hier die Strategien der Unternehmen aussehen? Ich denke, dass viele bereits den Bedarf, in diesem Bereich besser zu werden, erkannt haben. Die Zeit wird eher früher als später zeigen, wer das Rennen um die besten Fachkräfte machen wird.

– Sie sind beruflich oft in Finnland: Welche positiven Aspekte sehen Sie in den Wirtschaftsbeziehungen und Kooperationsmöglichkeiten mit Österreich? 

Speziell in Bezug auf die finnische Mentalität fallen mir diverse Ähnlichkeiten auf, die die Kooperation sehr unkompliziert und effizient machen. Wie die meisten Österreicher sind die Finnen sehr freundlich, aber nicht überbordend herzlich – authentisch eben, was ich als Österreicher sehr schätze. Ich erlebe die Finnen im geschäftlichen Sinne als zielstrebig, ergebnisorientiert, qualitätsbewusst und service-orientiert und arbeite – nicht nur deshalb – äußerst gerne mit ihnen zusammen. TietoEVRY ist stolz auf die nordischen Wurzeln, unter anderem weil wir dadurch ein natürliches Verständnis für Innovationen in unserer Unternehmens-DNA verankert haben. Finnland ist oft Vorreiter und Vorbild, was Technologien und Digitalisierung betrifft. In meinen Augen ist das mehr als bloßes Image. 

Zum Unternehmen

TietoEVRY Austria

Als Österreich-Tochter des größten nordeuropäischen IT-Dienstleisters TietoEVRY kombiniert TietoEVRY Austria globale Ressourcen – bestehend aus 24.000 Mitarbeitenden global – mit lokaler Präsenz durch rund 200 ExpertInnen. Neben der Digitalisierungs-Expertise hebt sich TietoEVRY Austria, selbst ein agiles Organisationsmodell lebend, von anderen IT-Dienstleistern durch die hohe Kompetenz bei der Beratung zur Organisationsentwicklung im Zuge von digitalen Transformationsprozessen ab. Die Vision des Digitalisierungs-Experten ist eine Welt, in der Organisationen und ihre Stakeholder die Vorteile der Digitalisierung sinnvoll nutzen. Kunden von TietoEVRY sind Organisationen des privaten und öffentlichen Bereichs, die unterschiedlichsten Unternehmen, Verbrauchern und Bürgern wertvolle Dienstleistungen anbieten.

Zur Person (Robert Kaup)

Robert Kaup, gebürtig aus Wien, übernahm mit Mai 2019 die Geschäftsführung von TietoEVRY Austria. Der erfahrene Digitalisierungs-Profi ist seit 14 Jahren in internationalen Funktionen des IT-Dienstleisters tätig, bis zur Übernahme der Rolle des Managing Director der Österreich-Niederlassung als Head of SAP Enterprise Applications bei TietoEVRY. Er hat über 20 Jahre Leadership-Erfahrung in der IT-Branche vorzuweisen.

By |2020-05-25T20:48:46+00:0025.05.2020|0 Comments

Covid-19: Manager Finnischer Firmen nehmen Stellung

Nachfolgend berichten einige unserer Goldmitglieder über erste Erfahrungen, wichtige Learnings und neue Strategien in dieser herausfordernden Zeit.

Christian Wukovits
Christian WukovitsVorstandsvorsitzender KONE AG

„Die Art des Arbeitens hat sich schlagartig verändert, von heute auf morgen musste unser Personal ihr Tätigkeiten ins Homeoffice verlagern. Der persönliche Kontakt (auch der mit unseren Kunden) wurde durch eine andere Art der Kommunikation ersetzt (zB Videotelefonie).

Man muss gut vorbereitet sein, vor allem mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattet sein, über 80% unseres Personals hat einem Firmenlaptop. Dieser Umstand hat uns in dieser Krise extrem geholfen, unser Business konnte ohne größeren Problem (vom Homeoffice) weitergeführt werden.

Nähe zu unseren Mitarbeitern/Kunden trotz Distanz halten, Kommunikationsfluss muss regelmäßig stattfinden.

Sicherheit in der Unsicherheit geben (vor allem zu unseren Mitarbeitern und aber auch zu unseren Kunden).“

Markus Bolhàr-Nordenkampf
Markus Bolhàr-NordenkampfVALMET - Director Energy Sales and Service Operations, Central Europe North (CEN), EMEA

„Die Umstellung der Arbeitswelt in der Corona-Krise kam quasi über Nacht mit Einschränkungen, die man sich vor einem Monat in Europa nicht vorstellen konnte. Für ein weltweit tätiges Unternehmen mit weltweiten Projekten eine riesige Herausforderung, die wir durch das Aufstellen von lokalen ‚Interventionsteams’ in jedem Land gut gemanagt haben. Der Schritt ins Virtuelle hat sich durch die Krise stark beschleunigt – wer hätte früher ein Meeting mit einem neuen Kunden über 4 Stunden via Skype geführt? Aus realen Konferenzen sind Webinars geworden… Kommunikation im Team, mit den einzelnen Mitarbeitern, ‚Fern-Motivation’, Coaching sind die großen Herausforderungen – eine neue Welt des Arbeitens wird entstehen, die auch nach der Krise prägen wird.“

Robert Höfler
Robert HöflerGeschäftsführer Konecranes and Demag Ges.m.b.H.

„In einer Situation wie der derzeitigen, besteht ein enormer Bedarf an Information und Kommunikation. Dies schnell und effektiv zu gewährleisten war mit einigem Aufwand verbunden. Es ist von großer Wichtigkeit, ständig mit Kunden in Kontakt zu stehen, um über deren Bedarf, sowie der Möglichkeiten geplante Lieferungen doch durchzuführen im Bilde zu sein.

Darüber hinaus wollen auch die Mitarbeiter regelmäßig über die aktuelle Situation im Unternehmen und die Maßnahmen, die sich daraus ableiten informiert werden.Über all dem steht natürlich der Imperativ, die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten als oberste Priorität im Auge zu behalten, und bei allen Maßnahmen entsprechend zu berücksichtigen.“

Juhani Raitinpää
Juhani RaitinpääExport Manager Lumon International Oy

„Zuerst lag Unterschätzung, Erstaunen und Angst in der Luft. Dann kamen die Beschränkungen und Vorschriften und die Anpassung an die veränderten Umstände.

Das traditionelle Arbeitsmodell war nicht mehr möglich, man musste ins Heimbüro umziehen und mit Telearbeit anfangen: Teams, Skype, Netzmarketing, soziale Medien…Änderungen und Verkürzungen in der Lieferketten sind zu erwarten. Noch mehr über das Netz zu arbeiten auch. Aber die Verbesserung der Lage ist am nahen Horizont zu sehen, nicht wahr?“

„Alun vähättelyn, hämmästelyn ja pelon jälkeen tulivat rajoitukset ja määräykset.  Ja sitten niihin sopeutumista.

Perinteinen toimintamalli muuttui kotitoimistoksi ja etätyöksi: Teamsit, Skype, nettimarkkinointi, some…

Hankintaketjujen muutoksia ja lyhentämisiä odotettavissa. Verkon yli toimiminen entistäkin enemmän.    Tilanteen parantuminen kuitenkin näkyy jo lähihorisontissa, eikös näykin?“

Robert Kaup
Robert KaupManaging Director TietoEVRY, Tieto Austria GmbH

„Wir erkennen eine kräftige Beschleunigung der Digitalisierung durch die aktuelle COVID-Situation. Der CIO eines großen Unternehmens, das wir zu unseren Kunden zählen, sprach sogar von einer ‚rasanteren Digitalisierung in den vergangenen zwei Wochen als in den letzten drei Jahren’. Der Lock-Down zwingt alle, denen es möglich ist, zum Remote-Working und zur Virtualisierung – wodurch sich spannende Chancen für die IT ergeben: Kollaboration läuft erfolgreich über Video-Konferenzen und Plattformen weiter, mithilfe von Microsoft Teams und Co. Außerdem sehen wir klarer als je zuvor, welchen wichtigen Beitrag wir als IT-Dienstleister zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung systemkritischer Infrastruktur liefern, indem wir unsere Kunden auch in dieser Krisenzeit unterstützen.“

Michael A. Koch
Michael A. KochCEO der Invesdor Group, zu der auch Finnest gehört

„Wir haben Corona schnell als ein dramatisches, und einschneidendes Ereignis erkannt. Dementsprechend haben wir sofort unsere Arbeitsprozesse und -strukturen angepasst, was für uns als digitales Unternehmen kein Problem darstellte. Weiters haben wir unverzüglich unsere Kosten- und Organisationsstruktur an eine längere Krise adaptiert. Auf die Frage, welche Produkte und Services in dieser Situation für Unternehmen und Investoren von besonderer Bedeutung sind, haben wir mit unserer Initiative ‚Finnest unterstützt!’ reaktionsschnell eine umfassende Antwort gegeben. Gerade wegen dieser dramatischen Krise ist es nun besonders wichtig unsere Mission bestmöglich zu erfüllen: Unternehmen zu helfen Ihr Potential voll auszuschöpfen – und darauf fokussieren wir uns jetzt mehr denn je.“

By |2020-04-23T16:24:24+00:0021.04.2020|0 Comments

Im Interview: Martina Hölbling, ABA – Invest in Austria

  • Was genau ist die ABA-Invest in Austria und welche Services, Dienstleistungen bietet Ihre Organisation an? 

ABA – Invest in Austria ist die offizielle Betriebsansiedlungsagentur der Republik Österreich & eine Tochtergesellschaft des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

Wir beraten Unternehmen sowie Investoren (einschl. Fonds), die in Österreich eine Gesellschaftsgründung oder einen Unternehmenszukauf (M&A) als Markteintritt planen. Wir betreuen aber auch bereits in Österreich ansässige ausländische Unternehmen bei Expansions-, F&E sowie M&A-Projekten. Hierbei handelt es sich meist um kleinere Transaktionen, bei denen wir mit unserem M&A-Berater-Netzwerk zur Seite stehen. Unser Beratungsangebot deckt sämtliche Fragen rund um den Wirtschaftsstandort Österreich ab. Dies beinhaltet u.a. folgende Themenstellungen: Standortauswahl, arbeits- und steuerrechtliche Fragen, Beratung zu Förderungen und Finanzierungen, Mitarbeitersuche, Identifikation von Kooperationspartnern sowie Unterstützung im Kontakt mit Behörden. Für Unternehmen entstehen keine Kosten, denn die Kosten unserer Beratungsleistungen werden von der Republik Österreich übernommen.

  • Welche Besonderheiten sehen sie für den Standort Österreich, einem doch kleineren Land in der EU?

Mit Österreich verbinden viele vor allem Skifahren, Kunst und Kultur. Österreich ist jedoch vor allem auch ein Industrieland, in dem die Industrie rund 30 % zum BIP beiträgt, und dies ist das 2- bis 3-fache der touristischen Wertschöpfung im Land. Das Niveau der Industrieproduktivität ist in Österreich traditionell hoch. Österreichs Industrie erzielte in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich hohe Produktivitätssteigerungen. Die wichtigsten Produktionszweige sind der Maschinenbau samt Metallbe-/verarbeitung, die Fahrzeugindustrie, die Elektro-/Elektronikindustrie sowie die Chemische Industrie. Österreich ist auch das Land der „Hidden Champions“. Im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl beherbergt Österreich die meisten Weltmarktführer. Es gibt hierzulande sehr viele hochinnovative mittelständische Unternehmen, oftmals auch in Familienbesitz. Und viele der Unternehmen, die hier produzieren, forschen auch am Standort. Der Staat bietet hier eine Vielzahl von Förderinstrumenten an, die im europäischen Vergleich hoch kompetitiv sind. Ausländische Unternehmen tragen zu über 50 % der österreichweiten Corporate F&E-Ausgaben bei und beschäftigen rund 40 % des F&E-Corporate-Personals. Dies belegt klar, dass ausländische Unternehmen auf den Forschungsstandort Österreich setzen.

Eine weitere Besonderheit ist Österreichs zentrale Lage. Wenn es um den Aufbau von Geschäftsbeziehungen mit Ost- und Südosteuropa geht ist Österreich Standort Nummer Eins. Mittlerweile legen knapp 380 Headquarters davon Zeugnis ab. Die dynamischen Märkte Ost- und Südosteuropas sind Anziehungspunkt für multinationale Firmen. Hinzu kommt, dass für das internationale Business in Österreich mehr qualifizierte Fachkräfte mit Fremdsprachen-Kenntnissen als in anderen westeuropäischen Ländern zur Verfügung stehen. Rund 20 % der Bevölkerung haben Migrationshintergrund, und drei Viertel aller Migranten in Österreich stammen aus Mittel- und Osteuropa. Diese Zuwanderer sind überdurchschnittlich gut ausgebildet und sprechen im Schnitt drei Sprachen.

  • Ausländische Firmen interessiert besonders das Thema „Förderungen und Finanzierungen“. Können Sie das Angebot der ABA – Invest in Austria hier präzisieren?

Gemeinsam mit Netzwerkpartnern und den Regionalagenturen in den neun Bundesländern bieten wir ausländischen Unternehmen Förderchecks an, bei denen die Fördermöglichkeiten sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene geprüft werden. Neben den wichtigsten staatlichen Anlaufstellen wie der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft), der Förderbank des Bundes AWS (Austria Wirtschaftsservice) sowie der KPC (Kommunalkredit Public Consulting) vermitteln wir auch Kontakte zu Banken. Die Förderinstrumente sind vielfältig und decken alle Entwicklungsphasen eines Unternehmens ab: Pre-Seed-Programme, staatliche VC-Fonds, nicht-rückzahlbare Zuschüsse, Garantien/Haftungen, begünstigte Kredite, sowie die steuerliche Förderkomponente, sprich die Forschungsprämie von 14 %.

Österreich ist hinsichtlich Förderungen, vor allem im F&E-Bereich, im europäischen Vergleich sehr gut aufgestellt, was für ausländische Unternehmen zusätzlich ein wichtiger Anreiz ist. 3,4 % aller Unternehmen hierzulande kommen aus dem Ausland. Auf diese Unternehmen entfallen mehr als 50 % aller Corporate F&E-Investitionen in Österreich, 29 % des Produktionswertes sowie 20 % aller Corporate-Beschäftigten.

  • Sie reisen viel durch europäische Länder. Welche Erfahrungen hatten Sie bisher in Finnland? Gibt es Besonderheiten?

Ich habe Finnland über meine berufliche Tätigkeit entdeckt. Finnen sind offen in Hinblick auf Austausch sowie konstruktive direkte Abstimmungen in einem besonders angenehmen Gesprächsklima über konkrete Kooperationsmöglichkeiten. Der Zugang zum Top Management gestaltet sich einfach. In sehr flachen Hierarchien werden rasch Entscheidungen getroffen, und diese sind immer zielorientiert und aufs Konkrete ausgerichtet. Große Distanzen können einfach und bequem im perfekt ausgebauten Netz der öffentlichen Verkehrsmittel (v.a. Züge) zurückgelegt werden. Hierbei bewundert man die Schönheit der Natur, die unglaubliche Weite und Freiheit. Es ist ein wunderschönes Land – wie Österreich mit einer sehr hohen Lebensqualität – das nachhaltig auf allen Ebenen positiv überrascht und begeistert.

  • Welche Pläne haben Sie für die zukünftige Zusammenarbeit mit finnischen Firmen?

Wir sind besonders froh über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der FINNCHAM Österreich und möchten uns bei dieser Gelegenheit bei ihrem Präsidenten Johannes Axnix sehr herzlich bedanken. Unser besonderer Dank gilt auch der finnischen Botschafterin Pirkko Hämäläinen in Wien. Neben diesen wichtigen Partnerschaften freuen wir uns auch sehr über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Business Finnland in Wien sowie den lokalen Kammern vor Ort in Finnland, mit denen wir im vergangenen Jahr einige Veranstaltungen umgesetzt haben. Wir wollen dies gerne fortsetzen und stehen sowohl den bereits angesiedelten finnischen Unternehmen als auch neuen Investoren mit Rat und Tat zur Seite.

Über das Unternehmen:

ABA – Invest in Austria ist die Betriebsansiedlungsagentur der österreichischen Standortagentur Austrian Business Agency (ABA), die zum Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) ressortiert. Mit ihren drei Abteilungen ABA – Invest in Austria, ABA – Work in Austria und Location Austria bewirbt die Standortagentur Österreich im Ausland als Wirtschafts- und Forschungsstandort, als attraktiven Arbeitsmarkt für Fachkräfte sowie als Drehort für internationale Filmproduktionen.

„Zur Person“ (Martina Hölbling)

DI Dr. Martina Hölbling ist Direktorin Westeuropa, M&A, VC/PE bei ABA – Invest in Austria.

Sie betreut in ihrer Funktion als Investment Expertin ausländische Investoren, Unternehmen aber auch Fonds und Startups aus den Nordischen Ländern/Skandinavien, der Schweiz, Frankreich sowie den Benelux-Staaten bei der Gründung, Expansion, M&A-Transaktionen sowie F&E-Projekten Ihrer Unternehmungen in Österreich.

Sie ist im Advisory Board eines Life Sciences Startups aktiv. Zuvor war sie im Bereich Business Consulting, Banking/VC sowie der Industrie in Österreich und im Ausland tätig.

Sie hat an der TU-Wien in Technischer Chemie promoviert.

(c) Lakeside Park, G.Steinthaler

Carinthia_(c)Lakeside Park, G.Steinthaler
By |2020-03-19T19:19:15+00:0015.03.2020|0 Comments

Netzwerkabend „Bestes Bier im Februar“

Die Grundidee unserer beliebten Veranstaltungsserie „Netzwerkabend“ ist es, unseren Mitgliedern und Gästen die Möglichkeit zu bieten, sich rasch zu vernetzen und sowohl lokale als auch internationale Unternehmen aus unserem Netzwerk kennenzulernen.

Der erste Netzwerkabend 2020 stand ganz im Zeichen hoher österreichischer Braukunst. Diesmal hatten wir die Möglichkeit die nagelneue Restaurantbrauerei „Stöckl im Park“, Schwesterlokal des bekannten Wiener Salmbräu, zu besuchen. Unsere Gastgeberin war die Finnin Anne Nikulainen-Welledits, Prokuristin beider Lokaler.

Eröffnet wurde der Abend durch eine kurzweilige Ansprache von Botschafterin Pirkko Hämäläinen.

Danach bekamen unsere rund 35 Gäste nicht nur bestes frisch gezapftes Bier zur Verkostung (ein köstlicher Vorspeisenteller inbegriffen), sondern auch eine exklusive Brauerei-Führung von Geschäftsführer Ing. Albert Welledits persönlich. Die Besonderheit: Die präsentierte Anlage ist die modernste und ökologischste seiner Art und wirklich spektakulär anzusehen. Herr GF Welledits brillierte mit hohem Fachwissen und vermittelte seine Kenntnisse zur modernen Bierherstellung mit Witz und Charme.

Ein insgesamt sehr gelungener Abend der noch bei einigen Märzen, Pils, Lager und Zwickl seinen schönen Ausklang fand.

By |2020-02-28T12:08:00+00:0028.02.2020|0 Comments

Im Porträt: KONE Österreich Vorstandsvorsitzender Christian Wukovits

Welchen Stellenwert hat KONE heute in Österreich und auch global? 

KONE kann mittlerweile stolz auf eine über 100 jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken. Die Anfänge von KONE Österreich folgten fast zur gleichen Zeit, als im Jahr 1914 die Sowitsch Aktiengesellschaft gegründet wurde. Sowitsch entwickelte sich in der Folge als eines der innovativsten Unternehmen im Aufzugsbau, mit Aktivitäten in mehreren mittel- und osteuropäischen Märkten. Im Jahr 1970 wurde Sowitsch von der finnischen KONE übernommen und war somit die erste Akquisition außerhalb Nordeuropas. Zahlreiche Innovationen ließen in den Folgejahren auch KONE Österreich stark wachsen. Hier ist insbesondere die Entwicklung und Markteinführung des ersten maschinenraumlosen Aufzugs zu erwähnen, wodurch KONE in Österreich Ende der 90er Jahre erstmals Marktführer im Bereich der Neuanlagen wurde. Die Breite des Portfolios ist gleichzeitig ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. KONE ist für Kunden ein „One Stop Shop“ für alles, was den Personenfluss in Gebäuden selbst, aber auch Zutritt bzw. Zufahrt anbelangt. „People Flow® Intelligence“ aus einer Hand. Als einer der vier größten Player am Aufzugs- und Rolltreppenmarkt in Österreich, befinden wir uns gerade in einer sehr spannenden Phase, weg vom Produkthersteller zum Servicedienstleister. Die Digitalisierung hat die Immobilien- und Baubranche längst erfasst, und wir befinden uns mitten in einem sehr spannenden Change Prozess.

Welche Branchentrends sehen Sie in den nächsten Jahren? Wie bewerten Sie diese in Hinblick auf das Unternehmen KONE?

Auch für unsere Branche gilt der Spruch „Stillstand ist Rückschritt“, was bedeutet, dass wir ständig am Forschen und Entwickeln innovativer Technologien sind. Die Erfolgsgeschichte von KONE in Forschung und Entwicklung bedeutet, dass wir mehr als 3.000 Patente in unserem Unternehmen halten.

Vom Forbes Magazine 2018 zum 8. Mal in Folge als eines der innovativsten Unternehmen der Welt gelistet, entwickeln, produzieren, verkaufen und pflegen wir Lösungen für die Herausforderungen heute und in der Zukunft: Urbanisierung, Digitalisierung & älter werdende Gesellschaften. Unser Ziel ist es, Städte und städtische Räume lebenswerter mitzugestalten.

Die Digitalisierung der Immobilienbranche ist bereits Realität und wir befinden uns mitten im Wandel. Künstliche Intelligenz und smarte Gebäude sind Konzepte, die für die Aufzugsbranche eine immer bedeutendere Rolle einnehmen. Es geht einerseits darum, existierende Systeme zu vernetzen und aus gewonnenen Daten mittels Analysetools einen Mehrwert für Kunden und Nutzer zu schaffen, indem Komfort, Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlagen weiter gesteigert werden. Andererseits erlauben neue Technologien die Entwicklung von Tools und Konzepten, die bis dato nicht realisierbar waren. Intelligenter Gebäudezutritt, Bedienung über Smartphones, digitales schwarzes Brett, um nur einige zu nennen.

Stichwort Digitalisierung: Wie vernetzt wird die Aufzugsfahrt in Zukunft werden? 

Die Digitalisierung und vernetzte Technologien können schon heute unser Leben und Arbeiten enorm beeinflussen. Ein Beispiel: Wenn der Kühlschrank leer ist, können wir über den Sprachassistenten Alexa von Amazon unsere Lebensmittel beim Supermarkt bestellen. Steht der Lieferant vor der Tür, werden wir auf Wunsch per Nachricht auf dem Smartphone informiert. Die Tür zum Foyer können wir ihm über eine App öffnen. Dort kann er die Einkäufe an einen Serviceroboter übergeben, der sich sogleich selbstständig per Aufzug auf den Weg zu unserer Wohnung in der fünften Etage macht. Und wenn wir nach Hause kommen, ist die Spiegelwand im Aufzug dazu in der Lage, zum Magic Mirror zu werden und zeigt uns als digitaler Infobildschirm die aktuellsten Nachrichten. Die Zukunft des Smart Buildings ist jetzt. Und die neue Aufzuggeneration DX von KONE, die in Österreich seit dem 03. Februar auf dem Markt ist, hebt diese auf ein komplett neues Level.

Gibt es weitere, innovative Lösungen von KONE und Themen in der Entwicklung, die in naher Zukunft spruchreif werden?

Die Zukunft ist jetzt! KONE entwickelt sich zum Plattformanbieter für cloudbasierte Gebäude-Services. Am 03. Februar 2020 hat das Unternehmen in Österreich die neue Aufzugklasse DX gelaunched. Die DX-Aufzüge sind serienmäßig an die cloudbasierte digitale Plattform von KONE angebunden und machen so zahlreiche smarte Services für den breiten Markt und eine große Masse von Nutzern verfügbar.

Durch integrierte Konnektivität können die Aufzüge über eine sichere offene Schnittstelle mit einer wachsenden Zahl von Applikationen verbunden werden. Das können Services von KONE wie die vorausschauende Wartung sein. Aber auch Apps von Drittanbietern. Amazon ist mit seiner digitalen Sprachassistentin Alexa bereits mit an Bord, ebenso wie der Spotify-Partner Soundtrack Your Brand, der als Music-on-Demand-Anbieter Musik beisteuert. Roboterentwickler Robotise schickt auf Wunsch einen computergesteuerten Servicebutler zur Wohn- oder Hoteltür. Und die Navigations-App Blindsquare sorgt dafür, dass sehbehinderte Menschen im Gebäude sicher und wohlbehalten zum Aufzug und ihrem Wunschort im Gebäude gelangen.

Selbst die komplette Integration der Aufzüge in die Gebäudesteuerung wird möglich – Heizung und Lichtsystem lassen sich somit auf Wunsch individuell an die Bedürfnisse des Gebäudes anpassen. Weitere smarte Funktionen für Nutzer und Betreiber sind bereits in der Entwicklung – und werden je nach Anforderung der Kunden stetig erweitert. Wir schaffen so mit der DX-Klasse faktisch unbegrenzte Möglichkeiten, Gebäude, aber auch ganze Stadtviertel wirtschaftlicher und nachhaltiger zu betreiben.

Über KONE

Unsere Mission bei KONE ist es, den Fluss des urbanen Lebens zu verbessern. Als einer der weltweit führenden Hersteller von Aufzügen und Rolltreppen bietet KONE Aufzüge, Rolltreppen und automatische Türen und Tore für Gebäude sowie Lösungen für Wartung und Modernisierung, um den Wert von Gebäuden während ihres gesamten Lebenszyklus zu erhöhen.

Durch einen effektiveren People Flow® gestalten wir die Mobilität der Menschen sicher, bequem und zuverlässig, in höheren, intelligenteren Gebäuden. Im Jahr 2019 erzielte KONE einen jährlichen Nettoumsatz von 10 Milliarden Euro und beschäftigte zum Jahresende etwa 60.000 Mitarbeiter. KONE Aktien der Klasse B sind an der Nasdaq Helsinki Ltd. in Finnland notiert.

© KONE Corporation

© KONE Corporation

© KONE Corporation

Zur Person: Mag. Christian Wukovits

Mag. Christian Wukovits, geboren 1967, ist seit 2019 Vorstandsvorsitzender der KONE AG. Als vormaliger Finanzvorstand des Unternehmens ist er nun auch für die gesamten Österreich-Aktivitäten des Konzerns verantwortlich. Seine Karriere begann er in der österreichischen Versicherungsbranche, mit anschließenden Managementpositionen in der Telekommunikationsindustrie, wo er unter anderem 3 Jahre in den USA tätig war.

By |2020-02-15T16:39:21+00:0014.02.2020|0 Comments

Rückblick: EcoTalk 15.10.2019

5G, Digitalisierung – die globale Vernetzung

EcoTalk ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat der Botschaft von Finnland, FINNCHAM Austria und der Sylvi Kekkonen Stiftung.

Die Abende sind immer eine Mischung aus Diskussionen über die neuesten Wirtschaftstrends, musikalischen Darbietungen junger finnischer Musiker und informellen Gesprächen.

Diesmal ging es um die Frage, wie 5G und Digitalisierung unsere Wirtschafts-, und Arbeitswelt nachhaltig verändern. Veranstaltungsort war die Residenz der finnischen Botschaft in Wien.

Offiziell eröffnet wurde der Abend mit einer Rede der finnischen Botschafterin Pirkko Hämäläinen. Danach gab es eine erste musikalischen Darbietung der beiden Musik-Stipendiaten, Pianist Johannes Piirto und Geigenspieler Juho Valtonen.

Am anschließenden Roundtable fungierten als Diskutanten: Peter Wukowits (Geschäftsführer Nokia Österreich), Manfred Immitzer (Geschäftsführer Porsche Informatik) und Martin Resel (Chief Customer Officer Enterprise, A1 Telekom Austria AG). Alle drei Unternehmen sind führend in der Entwicklung der 5G-Technologie und ihren Anwendungen. Als Moderator fungierte Honorarkonsul Ferdinand Auersperg. Die Diskussion verlief lebhaft, zudem gab es zahlreiche Fragen aus dem Publikum.

Auch der nachfolgende zweite Teil der musikalischen Aufführung war schwunghaft und bewegend zugleich.

Bei finnischen Getränken und typisch finnischen Speisen gab es dann für die Gäste weitere, vertiefende Gespräche untereinander.

By |2019-10-23T09:31:56+00:0022.10.2019|0 Comments

Im Porträt: Gerald Gröhsenbrunner GF Polar Austria

  • Wann und wie entstand Polar und wurde zu dem weltbekannten Unternehmen das es heute ist? Und wieviel „Finnland“ steckt in diesem Erfolg?

1977 gründete Professor Seppo Säynäjäkangas eine Firma zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von kabellosen Herzfrequenz-Messgeräten für Profisportler. Sein Ziel: Die Technik der kabellosen Herzfrequenz-Messung für den professionellen Ausdauersport zu etablieren und weiterzuentwickeln. Heute, mehr als 40 Jahre später ist Polar Marktführer in dem Bereich der Trainingscomputer. Rad-, Lauf- und Fitnesscomputer gehören zur ersten Wahl, vom Topathleten bis hin zum Breitensportler.

Der Schlüssel zu dem Erfolg ist eine ideale Kombination aus ausgefeilter Technik, fundierten wie aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse sportlicher und aktiver Menschen. Die Erfahrung und das einzigartige Wissen aus über 40 Jahren Forschung und Entwicklung verbunden mit der Entschlossenheit den Markt stets mit der aktuellsten Technik zu versorgen, macht Polar so einzigartig.

Die Inspiration, an der kabellosen Übertragung der Herzfrequenz zu forschen, kam Prof. Säynäjäkangas 1976 durch ein Gespräch mit einem Ski-Trainer. Der Inhalt des Gesprächs bezog sich auf die Notwendigkeit einer genauen, schnellen und „mobilen“ Herzfrequenz-Messung. Nach intensiver Forschung und Entwicklung kam 1982 das erste Polar Herzfrequenz-Messgerät auf den Markt. Die Erfolgsgeschichte von Polar ist somit mit Finnland untrennbar verbunden.

  • Vor dem Hintergrund eines immer größer werdenden Mitbewerbs – was macht Polar Produkte so einzigartig?

Polar hat von Beginn an einen wertvollen Beitrag in der Forschung und bei der Nutzung der Herzfrequenz-Variabilitätsmessung zur Bestimmung von Fitnesslevel, optimaler Trainingsbelastung und Trainingseffekt geleistet und mittlerweile hunderte Patente angesammelt. Polar bietet seinen Nutzern einzigartige Funktionen im Bereich der Pulsmessung, die auf wissenschaftlicher fundierter Entwicklung beruhen. Darüber hinaus schätzen unsere User die intuitive Bedienung unserer Modelle und das moderne Design.

  • Wie definieren Sie Ihre Zielgruppe? Spitzensportler, Amateur-Sportler, Freizeitsportler…?

GPS-Uhren, Radcomputer, Lifestyleprodukte, Smartwatches oder auch Lösungen für Teams – Polar hat für jeden das passende Produkt. Das Produktangebot umfasst auch kostenfreie Training Apps sowie einen Webservice. Polar unterstützt bei einem aktiven Lebensstil genauso wie dabei, die neuen sportlichen Ziele zu erreichen. Polar nimmt in der Definition der Zielgruppe keine Einschränkungen vor.

  • Welche sind die neuesten Entwicklungen? Auf welche technischen Neuerungen und Produkte dürfen wir uns schon bald freuen?

Wir glauben auch heute noch genauso fest an unsere Idee wie vor über 30 Jahren. Wir werden auch weiterhin Produkte entwickeln, die es unseren Kunden erlauben ihre Gesundheit zu verbessern, an ihrer Fitness zu arbeiten und im Profisport Erfolge zu erzielen. Wir werden weiterhin Pionierarbeit in neuen technologischen Bereichen leisten, um die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Kunden zu bedienen.

5.) Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Welche Sportarten betreiben Sie selbst unter Verwendung einer Polar Pulsuhr?

Als Ironman Finisher war ich in der Vorbereitungsphase intensiver und zufriedener Nutzer unserer Modelle. In den letzten Jahren spiele ich wieder vorwiegend Tennis und verwende unsere Produkte vor allem für das Grundlagentraining.

„Zum Unternehmen“

1977 wurde das finnische Unternehmen Polar Electro Oy gegründet, zehn Jahre später, 1987, kommen in Österreich die ersten Polar Produkte auf den Markt. Im Jahr 1993 wird die Österreich Niederlassung der Polar Electro GmbH Deutschland mit Sitz in Wien gegründet. Seit 2010 ist die Polar Electro Austria GmbH ein eigenständiges Tochterunternehmen

Seit über 40 Jahren ist Polar nun der Pionier in der Sportstechnologie und hilft Athleten und Trainern dabei, Höchstleistungen zu erreichen. Polar begann mit Herzfrequenz-Überwachung, hat sein Angebot seitdem aber um vielfältige Trainingslösungen für Top-Athleten, Trainer und aktive Fitness-Enthusiasten erweitert. Polar bleibt dank seiner Präzision, Reliabilität und außergewöhnlichen Erfahrung der verlässliche Partner für sportliche Leistungen. Das preisgekrönte Produktportfolio von Polar beinhaltet innovative Sport Wearables, die perfekt mit Polar Trainings-Apps und Cloud Services arbeiten.

Mit Hauptsitz in Finnland ist Polar ein Privatunternehmen, das in über 80 Ländern operiert. Polar Produkte werden weltweit bei über 35.000 Händlern verkauft. Die wichtigsten Märkte sind Europa und Nordamerika.

„Zur Person“

Gerald Gröhsenbrunner ist Geschäftsführer der Polar Electro Austria GmbH, die in Österreich zehn Personen beschäftigt. Seine Karriere hat er im Innen- und Außendienst der Comesa GmbH im Vertrieb von Medizintechnikprodukten begonnen und damit seit der ersten Stunde im Jahr 1987 für den Aufbau der Marke Polar in Österreich verantwortlich. Im Jahr 1993 wurde er Leiter der Niederlassung der Polar Electro GmbH Deutschland mit Sitz in Wien. Seit 2010 ist er Geschäftsführer des eigenständigen Tochterunternehmens, der Polar Electro Austria GmbH.

By |2019-10-23T09:37:37+00:0017.10.2019|0 Comments

Rückblick: Business Update 12.9.2019

Am 12. September 2019 startete FINNCHAM Austria den Herbst mit einem Business Update, das gemeinsam mit der Botschaft von Finnland und Business Finland organisiert wurde. Die Veranstaltung bot den Teilnehmern einen umfassenden Überblick über die kommenden Veranstaltungen aller drei Organisationen. Ca. 30 Gäste und Mitglieder des FINNCHAM-Netzwerks nahmen an der Veranstaltung teil.

Zu Beginn des Abends begrüßte der Präsident von FINNCHAM Austria, Johannes Axnix, die Gäste und übergab das Wort an Outi Saarikoski, Gesandte der Botschaft von Finnland. Nach offiziellen Begrüßungsworten hielt Gesandte Saarikoski einen informativen Vortrag über die Aktivitäten und Zuständigkeiten der finnischen Botschaft in Wien sowie über die finnische EU-Ratspräsidentschaft.

Der zweite Vortrag wurde von Trade Commissioner Werner Merzeder (Business Finland) gehalten, der interessante Fakten und aktuelle Statistiken zum Handel zwischen Finnland und Österreich darlegte.

Anschließend informierte Sanna Sipilä-Axnix, Advisor bei Business Finland, über alle Veranstaltungen, die von Business Finland im Herbst 2019 organisiert werden. Besonders hervorzuheben: Die Vienna Design Week, mit Finnland als Gastland.

Und auch FINNCHAM Austria Präsident Johannes Axnix lieferte eine kompakte Übersicht über die bevorstehenden Aktivitäten, wie beispielswiese den nächsten Wirtschafts-Roundtable „EcoTalk“.

Nach den Präsentationen war es Zeit, die exzellenten Weine des Weinguts Dürnberg und köstliche italienische Snacks und Süßigkeiten zu genießen. Da fiel der persönliche Austausch mit anderen Gästen gleich viel leichter.

FINNCHAM Austria freut sich auf ein baldiges Wiedersehen bei einer unserer nächsten Events!

By |2019-09-24T23:41:35+00:0022.09.2019|0 Comments

Im Interview: Botschafterin Pirkko Hämäläinen

Sehr geehrte Frau Botschafterin, Sie sind seit Anfang 2019 in Österreich. Welche Beobachtungen haben Sie gemacht, sehen Sie Besonderheiten?

Es sind schon über 20 Jahre seit meinem letzten Aufenthalt in Österreich vergangen und ich kann sagen, dass das Land sich währenddessen sehr geändert hat. Wien hat sich zum Positiven verändert. Österreich liegt geopolitisch gesehen zentral und spielt daher als verbindender, neutraler Akteur, als Gleichgewicht, eine wichtige Rolle in Europa. Diese Aufgabe gelingt Österreich gut. Dass mehrere internationale Organisationen ihren Sitz in Wien haben, als größte die UN, ist wohl ein Beweis dafür.

Finnland hat am 1.Juli 2019 den Vorsitz im Rat der EU übernommen. Können Sie uns etwas über die inhaltlichen Schwerpunkte erzählen?

Die Prioritäten des finnischen EU-Ratsvorsitzes können in vier Themen eingeteilt werden: Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, Klimaschutz, Verstärkung der Wirtschaft in Europa sowie die Sicherheit Europas und seiner BürgerInnen. Auf dem Tisch des Vorsitzes liegen auch die Verhandlungen mehrjähriger Finanzrahmen sowie die Erweiterungsverhandlungen der Union.

Wird es auch diesbezügliche Aktivitäten in Österreich geben?

Alle Veranstaltungen während des sechsmonatigen EU-Vorsitzes stehen unter dem Schirm des Vorsitzes. Zu den größten Veranstaltungen zählen u.a. die VIENNA DESIGN WEEK mit Finnland als Gastland von 27. September bis 6. Oktober, ein Rechtsstaatlichkeitsseminar am 16. Oktober, das mit finnischen Kooperationspartnern organisiert wird sowie das Vienna Women Forum in Zusammenarbeit mit den UN und den nordischen Ländern. Zusätzlich gibt es in der Botschaft und in meiner Residenz Veranstaltungen wie z.B. den gemeinsam mit Finncham organisierten Ecotalk im Oktober.

Ganz Grundsätzlich: Wie schätzen Sie die Weiterentwicklung der EU, politisch wie wirtschaftlich, ein?

Die Weiterentwicklung der EU hängt letztendlich von ihren Mitgliedsstaaten ab. Wir stehen aufgrund von Brexit an einem Wendepunkt. Einerseits schreitet die Integration voran, andererseits ist die Entwicklung zum Teil stehengeblieben. Eine der zentralen Bedeutungen der EU hat mit dem gemeinsamen Binnenmarkt und freien Personenverkehr zu tun. Für Finnland ist es auch wichtig, die Sicherheitsdimension, in der die EU eine immer bedeutendere Rolle spielt, weiterzuentwickeln. Die EU ist ein bedeutender globaler Akteur, der in vielen Angelegenheiten als Wegweiser für andere fungiert. Die wichtigste Aufgabe der EU ist vielleicht jedoch, die europäischen Staaten an die Zusammenarbeit zu binden und auf diese Weise Frieden und Stabilität in Europa zu fördern.

 

Zur Person

By |2019-09-22T22:36:46+00:0016.09.2019|0 Comments
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