Interview mit Heikki Kyöstilä & Gerald Dorn – Planmeca

Interview mit Heikki Kyöstilä, Gründer und Präsident von Planmeca Group, und Gerald Dorn, Geschäftsführer von Plandent Österreich

FINNCHAM :Heikki Kyöstilä, Sie haben ein erfolgreiches globales Geschäft von Null an ausgebaut und damit Unternehmer überall der Welt inspiriert. Können Sie bitte erzählen, wie alles anfing?

Heikki Kyöstilä: Ich begann meine Karriere 1965 als Handelsvertreter bei einem finnischen Unternehmen für Dentalbedarf und lernte auf diese Weise schon früh Zahnpraxen und -kliniken sowie deren Ausstattung kennen. Ich hatte bemerkt, dass sich vor allem die Patientenstühle mit einfachen Maßnahmen verbessern ließen. Damals wurden fast alle Dentalprodukte, die in Finnland verkauft wurden, aus Deutschland importiert, und da dachte ich, das könnten wir doch ändern und eigene Produkte herstellen. So beschloss ich, mein eigenes Unternehmen zu gründen.

Der Anfang war bescheiden: Die Behandlerstühle und Instrumentenschränke wurden in einer Garage im Osten Helsinkis hergestellt – mit einem Anfangskapital, das ich mit dem Verkauf meines Segelboots erlöst hatte. Mir war jedoch von Anfang an klar, dass der finnische Markt für Dentalprodukte einfach nicht groß genug war, um darauf aufzubauen, und so wurde ich gleich auf dem internationalen Markt aktiv. Ich bekam gleich die Gelegenheit, Planmecas ersten ergonomischen Behandlerstuhl und Instrumentenschrank auf der Fachmesse IDS in München auszustellen. Die Nachfrage war sofort da, und es gingen Bestellungen aus aller Welt ein.

Finnland war damals ein weißer Fleck auf der Landkarte, und viele Kunden wussten noch nicht einmal, wo das Land überhaupt liegt. Es brauchte daher eine Weile, bis wir uns am Markt etabliert hatten. Wir mussten hart arbeiten, um Finnland auf die Karte zu setzen. Ich beschreibe den Anfang oft als ein Fallschirmspringen ohne Fallschirm – aber der Sprung hat sich wirklich gelohnt.

FINNCHAM :Was ist der Schlüssel zum Erfolg von Planmeca gewesen?

Heikki Kyöstilä: Das Fachwissen meiner Mitarbeiter zu schätzen und die besten Spezialisten in jedem Fachbereich einzustellen, ist das Geheimnis hinter dem Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens. Heute beschäftigt Planmeca nahezu 2900 Mitarbeiter, von denen manche schon seit 20 oder sogar 30 Jahren für das Unternehmen arbeiten. Die Einstellung der richtigen Personen war der Schlüssel, wie auch die Einsicht, ihnen außerdem die Gelegenheit zu geben, über den Horizont ihrer Jobbeschreibung hinaus zu blicken. Ich habe immer an das finnische Know-how und die finnische Ausbildung geglaubt.

Zudem hatten wir vom ersten Tag an einen globalen Ansatz. Planmeca hat sich noch nie von geografischen Grenzen beeindrucken lassen. Wir sind immer bereit gewesen, überall dorthin zu reisen, wo unsere potenziellen Kunden sind. Der Aufbau eines aktiven Vertriebsnetzwerks, die Gründung lokaler Unternehmen zur Unterstützung der Vertriebsleute und die räumliche Nähe zu unseren Kunden sind entscheidende Elemente unseres Erfolgs gewesen. Ich habe es schon immer genossen, unsere Kunden persönlich zu treffen. Es ist wirklich die Würze meiner beruflichen Laufbahn gewesen.

Selbstverständlich läuft es nicht jeden Tag glatt. In Zeiten der Rezessionen und bei anderen Schwierigkeiten haben wir aber härter denn je gearbeitet und versucht, unsere Lösungen an Kunden in jedem Winkel der Erde zu verkaufen – und Dentalprodukte weiterhin mit der neuesten Technologie auszustatten.

Es gibt keine Abkürzungen zum Erfolg. Nichts ist wichtiger als Qualität, und man sollte niemals ein unfertiges Produkt auf den Markt bringen. Ein erfolgreiches Produkt führt oft zur Konzeption weiterer guter Produkte.

FINNCHAM :Heute ist Planmeca Group ein Branchenführer, der aus mehreren erfolgreichen Marken für Gesundheitstechnologie besteht. Die Produkte und Lösungen von Planmeca Group werden in über 120 Länder weltweit exportiert, darunter Österreich. Wie ist die Group auf dem österreichischen Markt positioniert?

Heikki Kyöstilä : Österreich hat einen hoch entwickelten Gesundheitssektor, und österreichische Fachexperte nehmen gerne die neuesten technologischen Innovationen mit. Es freut mich, dass viele leitende Gesundheitsexperte in Österreich die digitalen Lösungen von Planmeca Group gewählt haben – sowohl Planmecas Lösungen für digitale Zahnmedizin als auch die digitalen Mammografie-Geräte und orthopädischen DVT-Einheiten von Planmed.

Um ein Paar Beispiele zu nennen, haben die Universitätszahnklinik in Wien und die Danube Private University in Krems unser digitales Unterrichtskonzept als Teil ihrer zahnmedizinischer Ausbildungsumgebung gewählt. Im veterinärmedizinischen Bereich wurde die Universitätsklinik für Kleintiere an der veterinärmedizinischen Universität Wien mit unserem hochauflösenden DVT-Scanner Planmed Verity® VET für tierärztliche 3D-Bildgebung ausgestattet.

FINNCHAM : In nahezu 15 europäischen Ländern werden Planmeca-Produkte von Plandent, die Division von Full-Service-Handelsunternehmen von Planmeca Group, verkauft. Gerald Dorn, Sie haben lange Erfahrung vom Gesundheitsmarkt in Österreich. Als Geschäftsführer von Plandent Österreich, wie unterscheidet sich das Unternehmen von dem anderen Dentallieferanten auf dem Markt?

Gerald Dorn : Als Geschäftsführer möchte ich die Vorteile unserer starken Muttergesellschaft Planmeca hervorheben. Durch unsere hauseigene Erzeugung können wir beim Kunden mit hochwertigen Produkten und umfassenden Service punkten. Im Vergleich zu uns bieten in Österreich die meisten Handelsunternehmen aus vergleichbaren Bereichen kongruente Produkte von immer gleichbleibenden Herstellern an. Aber gerade beim Support ist es ein Vorteil, wenn man wie wir einen direkten Draht zum Hersteller hat und die Produktion in Europa stattfindet. Wenn wir für einen Kunden ein nichtlagerndes Planmeca-Ersatzteil z.B. für ein Röntgengerät benötigen, ist es overnight aus Finnland da. Versuchen Sie das mal bei einem in Asien gefertigten Gerät.

Wenn ein Händler quasi alle Marken verkauft, ist es schwierig für alle Modelle einen durchgängigen kompetenten Support oder auch Service anzubieten. Deshalb konzentrieren wir uns auf die gängigsten Marken, die auch ein entsprechendes Service bieten, mit einem Schwerpunkt auf Planmeca. Diesen Einsatz honorieren auch immer mehr Kunden wodurch sich zum Beispiel die Universitätszahnklinik Wien bei den Behandlungseinheiten für 80 Planmeca-Stühle entschieden hat.

FINNCHAM : Hatte die Covid-19-Pandemie einen Einfluss auf den Alltagsbetrieb des Unternehmens?

Gerald Dorn : Das vergangene Jahr war wirklich eine Herausforderung, dennoch haben wir uns reibungslos auf die neue digitale Arbeitsweise eingestellt, indem wir alle möglichen digitalen Lösungen nutzen und die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und Kunden an erste Stelle stellen. Zusätzlich ist es sehr ermutigend, dass Zahnärzte die Zeit der Pandemie genutzt haben, um in neue Technologien zu investieren und ihre Praxen zu modernisieren. Für das Plandent-Geschäft in Österreich war dies ein herausforderndes, aber erfolgreiches Jahr. Einen großen Beitrag dazu leistete die Investitionsprämie der österreichischen Behörden, welche von unseren Kunden sehr begrüßt wurde und in diesen schwierigen Zeiten zum Wirtschaftswachstum in Österreich beitrug.

FINNCHAM : Dieses Jahr feiert Planmeca das 50-jährige Jubiläum. Hat Plandent GmbH besondere Aktivitäten aus diesem Anlass geplant?

Gerald Dorn : Wir haben spezielle Planmeca 50-Jahre-Produkt-Pakete für österreichische Ärzte vorbereitet und laden alle Zahnärzte ein, den Plandent-Showroom zu besuchen und sich mit den neuesten digitalen Dentallösungen vertraut zu machen. Außerdem haben wir zwei geplante Planmeca Digital Perfection-Touren zum Hauptsitz der Planmeca Gruppe in Helsinki im Juni und im September organisiert. Hier laden wir Zahnärzte und zahnmedizinische Studenten ein, um den einzigartigen digitalen Workflow der Planmeca-Produkte kennenzulernen bzw. ihre Kenntnisse in der Anwendung zu vertiefen. Sollten es die aktuellen Maßnahmen der Coronapandemie zulassen, würden wir das Jubiläum gerne mit einer Feier in Wien für unsere Kunden abrunden.

FINNCHAM : Mit welchen medizintechnologischen Lösungen können wir als nächstes von Planmeca Group rechnen, Heikki Kyöstilä?

Heikki Kyöstilä : Unser primäres Ziel ist es, eine bessere Versorgung durch Innovation zu bieten. Wir vertiefen weiterhin unser Wissen, unsere Expertise und unser Engagement in verschiedenen Spezialgebieten, wie Kieferorthopädie, medizinische Bildgebung und neue 3D-Anwendungen. So können wir neue technische Möglichkeiten und Geschäftschancen ausloten. Beispielsweise arbeitet unsere F&E-Abteilung derzeit an einem neuen Ganzkörper-DVT-Scanner und einem Beatmungsgerät. Zu den Zukunftsplänen gehört auch eine Reihe von Lösungen für kieferorthopädische Behandlungen durch ein neues Unternehmen namens PlanSmile.

Zusätzlich arbeiten wir weiterhin mit Forschungsinstitutionen und Universitäten zusammen, um neue Lösungen zu entwickeln, die die alltägliche Arbeit der Gesundheitsexperte beschleunigen. Als Beispiel arbeiten wir gerade mit CleverHealth Network, einem finnischen Gesundheitstechnologie-Cluster, um neue Werkzeuge zur präziseren Diagnose von Gehirnblutung mithilfe unserer intelligenten Algorithmen und KI zu entwickeln.

Besonders stolz bin ich zwar auf unsere Algorithmus-Expertise. Es ist uns bereits gelungen, die Patientendosen erheblich zu senken und die Effekte von Patientenbewegungen zu beseitigen. Wir arbeiten weiter unermüdlich an der Einführung neuer, innovativer Algorithmen, die die Bildqualität weiter verbessern und optimale Grundlage für Diagnose bieten.

FINNCHAM : Im Alter von 75 Jahren, sind Sie aktiv im täglichen Betrieb von Planmeca beteiligt. Ist Pensionierung überhaupt eine Option für Heikki Kyöstilä?

Heikki Kyöstilä: Planmeca ist meine Lebensart, daher sehe ich die Pensionierung gar nicht als eine Option für mich in naher Zukunft. Ich will weiterhin nahe an meinen Kunden und Mitarbeitern bleiben und an allem beteiligt sein, was jeweils im Unternehmen geschieht. Die Zusammenarbeit mit Gesundheitsexperten auf ein gemeinsames Ziel – eine bessere Versorgung – ist echt belohnend.

Planmeca Oy ist in vielen Bereichen der Medizintechnik weltweiter Marktführer mit seinen Produkten, die in über 120 Länder exportiert werden. Was 1971 als kleiner Behandlerstuhl- und Instrumentenschrankproduzent begann, ist heute der weltweit größte Dentalgerätehersteller in Privathand sowie die Muttergesellschaft von Planmeca Group, die aus mehreren erfolgreichen Gesundheitstechnologie-Divisionen besteht. Heuer feiert Planmeca sein 50-jähriges Jubiläum.

By |2021-05-22T21:57:57+00:0022.05.2021|0 Comments

Im Porträt: Peter Wukowits, GF Nokia Österreich

  • Nokia ist das international bekannteste Unternehmen Finnlands. Die Geschichte des Konzerns ist sehr wechselhaft. Wo steht Nokia, global betrachtet, heute?

Wenn man bedenkt, dass wir vor mehr als 150 Jahren in Finnland mit der Papierherstellung begonnen hatten, haben wir tatsächlich einen langen Weg hinter uns. Später haben wir es zum Handy-Weltmarktführer geschafft und seit 2014 stellen wir – viele wissen das gar nicht – keine Handys mehr her. Wir beliefern heute Netzbetreiber und andere Unternehmen mit Telekommunikationsnetzen und sorgen durch unsere Technik dafür, dass Handys und andere vernetzte Geräte untereinander kommunizieren können. Das Portfolio reicht von Festnetz- und Glasfasertechnik bis hin zur  Mobilfunktechnik und Software.

  • Stichwort Digitalisierung: Finnland ist hier eines der Führenden Länder, auch dank der Entwicklungsschüben von Nokia. Was ist in den nächsten 5-10 Jahren an Innovationen in Ihrem Sektor zu erwarten?

Wir befinden uns auf dem besten Weg von einer Gesellschaft, die Netze nutzt, hin zu einer Gesellschaft, die auf Vernetzung gründet. Mit 5G haben wir heute die erste Generation Mobilfunktechnik, die nicht nur schnelleres Surfen auf dem Smartphone verspricht, sondern sich in besonderem Maße auch für die Vernetzung von Maschinen, Geräten, Sensoren, Fahrzeugen und Transportmitteln eignet. Das birgt ein enormes Innovations- und Wertschöpfungspotenzial – eine Studie von Nokia Bell Labs geht von 8 Billionen US-Dollar bis 2030 aus. Daran arbeiten wir gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern aus der Industrie sowie mit Universitäten und Forschungseinrichtungen – auch hier in Österreich. Und wir arbeiten tatsächlich auch bereits an 6G. Bis zur Marktreife wird es aber voraussichtlich erst in etwa zehn Jahren kommen.

  • Erlauben Sie uns einen Blick in die nahe Zukunft. In wie weit wird 5G und Digitalisierung unsere Wirtschafts-, und Arbeitswelt nachhaltig verändert? 

Es ist schwierig abzuschätzen, was mithilfe von 5G und Technologien wie etwa künstlicher Intelligenz und Virtual/Augmented Reality alles möglich sein wird. Die Kombination aus extrem schneller Datenübertragung, höchster Zuverlässigkeit und der Möglichkeit, Tausende von Geräten in einer Funkzelle zu vernetzen, eröffnet in beinahe allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft neue Optionen. Eine recht bekannte Vision ist das autonome Fahren und daran arbeiten wir auch zusammen mit Partnern. Weniger bekannt ist, dass wir beispielsweise in der japanischen Küstenstadt Sendai erfolgreich getestet haben, wie (per Mobilfunk gesteuerte) Drohnen eingesetzt werden können, um die Bevölkerung im Falle eines Tsunamis frühzeitig zu warnen. In Österreich kann man sich verschiedene 5G-Projekte am 5G Playground Carinthia ansehen.

  • Zu Österreich: Wie entwickelt sich das Nokia Business in Österreich? Was können Sie uns neues zu Ihrem Kundenportfolio berichten?

Nokia Österreich blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Wir haben wichtige Projekte im 5G-Bereich mit unseren Kunden begonnen und auch wesentliche Meilensteine im Hinblick auf Technologieinnovation (z.B. Network Slicing) setzten können. Das Nokia-Österreich-Team hat auch in diesem für uns alle schwierigen Jahr bewiesen, dass auf uns Verlass ist und wir gemeinsam mit unseren Kunden die Basis für eine zukunftssichere Telekommunikationsinfrastruktur für alle Österreicher*innen sicherstellen können. Wir werden weiter daran arbeiten, unser Produktportfolio technologisch weiterzuentwickeln mit dem Ziel, weiter an der Spitze der Technologieentwicklung zu stehen. In diesem Sinne hat Nokia auch den Lead in der Entwicklung des 6G-Standards im Rahmen des Hexa-6 Projekts der EU übernommen.

  • Kein Interview derzeit ohne die Covid-19 Pandemie anzusprechen. Wie hat dieses Ihre Geschäftsstrategie beeinflusst?

Die Pandemie hat gezeigt, wie sehr wir auf die Vernetzung angewiesen sind. Vor 20 Jahren hätten wir nicht die Möglichkeit gehabt, während eines Lockdowns per Video mit der Familie und Freunden zu kommunizieren. Home Office wäre eine echte Herausforderung gewesen, ebenso Distanzunterricht. Bei unseren Netzbetreiberkunden weltweit hat sich das deutlich im höheren Datenkonsum gezeigt. Teilweise wurden in den Netzen Kapazitätserweiterungen, die die Betreiber für das ganze Jahr geplant hatten, innerhalb weniger Wochen benötigt. Das könnte zu einer Beschleunigung bei bestimmten Netzausbauprojekten führen. Wir sehen aktuell beispielsweise eine Vielzahl von Glasfaser-Projekten in Europa. Die Priorität für uns besteht darin, unsere Kunden zu unterstützen. Wir haben glücklicherweise eine global aufgestellte Supply Chain, die das trotz Pandemie ermöglicht.

  • Zum Abschluss eine obligate Frage: Wieviel Finnland steckt in Nokia Österreich. Und wieviel Österreich steck in Nokia? 

Wie ich persönlich über die Jahre lernen durfte, sind sich die Kulturen von Österreich und Finnland in bestimmten Bereichen sehr ähnlich. In diesem Sinne darf ich auch sagen, dass wesentliche Grundwerte aus Finnland wie z.B. Offenheit, Transparenz, Diversität, die Bereitschaft zu lernen und sich selbst neu zu erfinden auch in Nokia Österreich stecken. Umgekehrt haben wir in Nokia Österreich viele Mitarbeiter*innen, die über die Landesgrenzen hinaus in der globalen Nokia-Familie ihre Kompetenz und ihr Engagement einbringen und so einen wesentlichen Teil zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

  • Zum Unternehmen

Nokia entwickelt Technologien für unsere vernetzte Welt. Unser Produktportfolio beinhaltet Netzhardware, Software und Dienstleistungen sowie Lizenzierung. Unter Einhaltung höchster Integritäts- und Sicherheitsstandards tragen wir zu einer produktiveren, nachhaltigeren und integrativeren Welt bei.

Das Unternehmen erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 23,3 Mrd. EUR und ist in rund 120 Ländern vertreten. Zu den Kunden zählen Kommunikationsdienstleister, deren Netze weltweit rund 6,4 Milliarden Teilnehmer verbinden, sowie Industrieunternehmen aus unterschiedlichen Branchen mit weltweit über 1.300 Netzen.

  • Zur Person 

Peter Wukowits ist seit über 25 Jahren im Telekommunikationsbereich tätig und hatte während dieser Zeit verschiedene lokale und zentraleuropäische Positionen inne. Er war dabei unter anderem für verschiedene M&A-Aktivitäten sowie die strategische Geschäftsentwicklung verantwortlich. Heute leitet Peter Wukowits das Österreich-Geschäft von Nokia. Mit seinem Credo „Technologie ist das Rückgrat der Weiterentwicklung der Gesellschaft“ war und ist er immer daran interessiert, einen Beitrag für die Weiterentwicklung von Technologie zum Nutzen der Menschen zu leisten.

 

By |2021-01-05T19:45:47+00:0005.01.2021|0 Comments

Im Porträt: Ing. Manfred Simmet, GF Caverion Österreich

  • „Caverion – building performance“ – was genau bedeutet das und in welchen Bereichen ist Ihr Unternehmen tätig?

Aufgrund der fortschreitenden Urbanisierung verbringen wir Menschen den Großteil unserer Lebenszeit in Gebäuden. Noch vor 50 Jahren boten Gebäude gerade einmal Schutz vor Kälte, Regen und anderen Widrigkeiten. Heute sind die Gebäude intelligent – sie erkennen das Wetter und passen die Technik automatisch an, sie erkennen Störungen lange bevor es zu Ausfällen kommt, sie erkennen die Gebäudenutzer und passen die räumliche Umgebung an die Nutzungsweisen an. Die Gebäude werden sich zukünftig noch stärker miteinander vernetzen und interagieren – die Smart City entsteht.

Wir bei Caverion sehen einen großen Gestaltungsraum im intelligenten Zusammenspiel von Gebäuden, Infrastruktur und Industrie, der es ermöglicht eine sichere, gesunde und produktive Umgebung für Menschen zu schaffen, ohne dabei den Schutz der natürlichen Ressourcen zu vernachlässigen.

Caverion bietet Lösungen für den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden- und Industrieanlagen: von Neubauprojekten, Modernisierungen über Investitionen, unterstützt durch unsere technische Betriebsführung und Serviceleistungen.
Hochmoderne, skalierbare Technologien ermöglichen es uns datengesteuerte Entscheidungen zu treffen und als Partner das gesamte Facility- und
Lebenszyklusmanagement eines Gebäudes zu begleiten.

Die technischen Gewerke, die wir bedienen sind im Wesentlichen: Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär, Elektrotechnik und Automatisierung sowie Sonderkompetenzen wie die Tunnel- und Kältetechnik.

  • Aus seiner Geschichte heraus gehört Caverion zu den traditionellen Großunternehmen Finnlands. Wie kam es zur Entstehung des heutigen Gebäudetechnik- und Industrieservicebereich?

Die Gründung der Baufirma YIT in Helsinki im Jahre 1912 legte den Grundstein in der Geschichte des Unternehmens. 1995 wurde eine neue Kompetenz für Industriedienstleistungen und gebäudetechnische Installationen durch den Kauf der Huber Oy erworben. Danach folgte die Akquisition von Teilbereichen der ABB im Norden. Die österreichische MCE Gebäudetechnik (ehemalige Mannesmann Anlagenbau, Zenti und ABB BIS) wurde 2008 in die YIT eingegliedert. Nach einigen Umstrukturierungen 2010 erfolgte im Jahr 2013 die Trennung des Baubereiches – YIT
und der Gebäudetechnik unter dem Namen Caverion.

In Österreich fanden 2012, 2016 und 2017 wichtige Akquisitionen in den Geschäftsbereichen Kälte- und Elektrotechnik statt, die unsere Kompetenzen in diesen Bereichen verstärkten. Auch derzeit sind wir wieder an zwei weiteren Akquisitionen zum Geschäftsausbau in Österreich dran, die wir hoffentlich bald abschließen und dann 2021 in unser Unternehmen integrieren können.

  • Zu Österreich: Wo steht Caverion im Vergleich zum Mitbewerb? Was können Sie uns zu Ihrem Kundenportfolio berichten?

Wir sind stolz auf eine Vielzahl von erfolgreichen Projekten in Kundensegmenten wie Einkaufszentren, Bürogebäude, Schulen, Energieversorgungsunternehmen, Krankenhäuser und andere Objekte des Gesundheitswesens, Pharmaindustrie, Industrie- und Produktionskunden, Hotels, Veranstaltungszentren, usw.

Im Vergleich zu vielen Mitbewerbern bedienen wir bei all diesen Objekten die gesamte Palette der technischen Gewerke (HKLS, Elektro und die MSR mit der dazugehörigen Gebäudeleittechnik) beginnend von der Ausführungsplanung über die Errichtung, der Wartung etwaiger Umbauarbeiten und Modernisierungen bis hin zur Betriebsführung bzw. dem Facility Management.

Zusätzlich decken wir auch die Gewerbe – und Industriekälte ab, die aufgrund der Kältemittel-Thematik und dem Treibhauseffekt für die Nachhaltigkeit immer wesentlicher wird. Weitere Branchenbereiche sind die Mittelspannung und die komplette Tunneltechnik (wie zum Beispiel bei dem im November eröffneten Perjentunnel der S16).

Das Hauptgeschäft der Caverion Österreich wird zu mehr als 90% in Österreich abgewickelt. Teilweise begleiten wir aber unsere Stammkunden auch ins benachbarte und punktuell auch ins fernere Ausland.

Kurz zusammengefasst: die Errichtung, die Wartung, die Modernisierung aller technischen Gewerke im Gebäude und Industrieanlagenbereich für den gesamten Lebenszyklus der technischen Anlagen – und das nachhaltig in Verbindung mit der Digitalisierung der Anlagen.

  • Vor dem Hintergrund der anhaltenden Covid-19 Pandemie: Welche Auswirkungen sehen Sie auf Ihre Branche? Wie sehen Ihre Strategien dazu aus?

Die Covid-19 Situation stellt für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr hohe Anforderungen an Disziplin. Sowohl auf den Baustellen, bei den Kundenobjekten, aber auch in unseren eigenen Büros hat die Einhaltung mehrerer Maßnahmen höchste Priorität. Home-Office ist in unserem Geschäftsbereich nur sehr eingeschränkt und mit Effizienzverlusten möglich.

Was unser Geschäft betrifft, sehe ich die Situation wie folgt: Gebäudeinvestoren und Gebäudebetreiber stehen gerade in dieser Zeit vor großen Herausforderungen. Es gilt, die Gebäude flexibel an den aktuellen Nutzungsgrad anzupassen. Besonders die Themen Hygiene, Energieverbrauch und Sicherheit rücken in den Fokus.

Mit den richtigen technischen Maßnahmen, wie zum Beispiel die passende Auswahl der Wärmerückgewinnung bei Lüftungsanlagen, kann eine Trennung von Zu- und Abluft erfolgen, sodass der eine Virenübertragung in einem Raum durch die Lüftungsanlage maximal reduziert werden kann.

  • Als international erfahrener Manager zum Abschluss die Frage, was denn das typisch Finnische an Caverion ist?

Die finnische Mentalität, welche ich mittlerweile schon länger als 12 Jahre kenne, ist eine sehr geradlinige, mit der wir in Österreich sehr gut klarkommen. Weniger ist oft mehr – insbesondere in der Kommunikation. Finnen reden nicht zu viel – straight forward – ähnlich wie wir.

Zum Unternehmen

Die Caverion Österreich GmbH ist einer der führenden Anbieter für Gebäudetechnik und Anlagenbau in Österreich. Serviceleistungen und Betriebsführung sowie technische Sonderkompetenzen wie Energieoptimierung, Tunnel-, Kältetechnik und Mittelspannung ergänzen das Portfolio.
Mit mehr als 850 Mitarbeitern ist die Caverion Österreich an elf Standorten in ganz Österreich vertreten. So stellt man die Nähe zu den Kunden sicher und deckt die Anforderungen schnell und zuverlässig ab. Das Unternehmen bietet über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes und einer Industrieanlage hinweg sowohl bedarfsorientierte Dienstleistungspakte einzelner Gewerke, als auch Komplettlösungen der Gebäudetechnik an: von der Ausführungsplanung, über die Errichtung der Anlage, der Wartung und Instandsetzung, der Betriebsführung bis hin zur Modernisierung.
Unser Anspruch ist es mit kompetenten Mitarbeitern den besten Service zu liefern.
Unseren Mitarbeitern bieten wir laufend spezifische Weiterbildungsmaßnahmen, um hochqualitative Projekterrichtungs- und Serviceleistungen am letzten Stand der Technik sicher zu stellen.

Mit einem Umsatz von über € 200 Mio. im Jahr 2019 ist die Caverion Österreich mit ca. 10% am Umsatzes der Caverion Group beteiligt.

Die Caverion Group ist auf 250 Standorten in 11 Ländern aktiv und konnte im Jahr 2019 einen Umsatz von € 2,1 Mrd. bei einer Anzahl von mehr als 16.000 MitarbeiterInnen und über 30.000 betreuten Immobilien verzeichnen.

Zur Person

Als Geschäftsführer der Caverion Österreich GmbH ist Herr Ing. Manfred Simmet für das österreichische Unternehmen der Caverion Group gesamtverantwortlich. Mit Eintritt in die YIT Austria im Jahr 2008 hat er diese Funktion übernommen, welche dann ab 1.7.2013 in die Caverion Österreich übergegangen ist.
Davor war er in verschiedenen Führungsfunktionen der Bereichs- und Geschäftsgebietsleitung Gebäudetechnik im In- und Ausland bei der VA Tech bzw. deren Nachfolgeunternehmen Siemens tätig. Als Projektleiter und Projekttechniker für die Gebäudetechnik und den Anlagenbau hat er die technische Kompetenz und die praktische Erfahrung erworben.

Fotocredits: Caverion

By |2020-11-17T19:57:27+00:0017.11.2020|0 Comments

Rückblick: Generalversammlung & Fachvortrag

„COVID-19 und die volkswirtschaftlichen Folgen in der EU“ war das Thema des spannenden Fachvortrags von Ökonom Mag. Michael Scherling am 15. September 2020 in der Residenz der Botschaft Finnlands.

An dem Vortrag, der direkt nach der ordentlichen Generalversammlung der FINNCHAM Austria stattfand, nahmen trotz strengerer COVID-19 Schutzmaßnahmen zahlreiche unsere Mitglieder und weitere interessierte Mitglieder unseres Netzwerkes teil.

Beim anschließenden, speziellen finnischen Buffet wurde noch angeregt zu diesem derzeitigen Thema Nummer 1 intensiv diskutiert – und der Veranstaltungsschluss kräftig überzogen.

Alle Gäste befanden einstimmig: Ein sehr gelungener FINNCHAM-Abend!

By |2020-09-19T14:38:16+00:0019.09.2020|0 Comments

Im Porträt: Günther Lindenlaub, CEO Invesdor Group/ Finnest

  • In welchem Bereich ist Finnest tätig? Wie kam es zur Gründung, woher leitet sich der Name ab?

Finnest ist in der alternativen digitalen Finanzierung tätig. Unternehmen wird zu einer unkomplizierten, schnellen Finanzierungsalternative zum “klassischen” Bankkredit verholfen. Investoren soll, gerade in Zeiten von Niedrig- und Nullzinsen, eine attraktive Anlagemöglichkeit geboten werden.
Der Name kommt eigentlich aus der Kombination aus “Finanzierung” und “Nest” – der Bezug zu Finnland ist ein glücklicher Zufall.

  • Woher kommt „Finnland-Aspekt“ von Finnest?

Also wie gesagt, der Name ist Zufall. Wir sind aber in der Stadt von Sigmund Freud. Also vielleicht gibt es doch eine “dunkle” Verbindung, die die Founder für sich behalten…
In jedem Fall, Mitte 2019 fusionierte Finnest mit der führenden nordischen Finanzierungsplattform “Invesdor” zur “Invesdor Group”, deren Hauptsitz in Helsinki ist. Seitdem haben wir täglich einen ausgesprochen starken Finnland-Bezug, da sowohl ca. die Hälfte unserer KollegInnen als auch mehrere Tausend Investoren sowie einige Unternehmen, mit denen wir Finanzierungsrunden durchführen, aus Finnland stammen. …Und wir trinken seither mehr Filterkaffee als Espresso im Wiener Büro.

  • Welchen Stellenwert hat die Firma in Österreich? Wie teilt sich das Kundensegment auf?

In Österreich ist Finnest die führende digitale Finanzierungsplattform mit dem Fokus auf solide, etablierte Mittelständler. Kunden im Sinne von Unternehmen, die Investmentrunden auf finnest.com machen sind demnach bereits am Markt etabliert und haben eine erfolgreiche Vergangenheit und positive Zukunftsaussichten vorzuweisen. Aber auch in Deutschland ist Finnest die wichtigste Plattform für Crowdinvesting für den Mittelstand. Branchenmäßig lassen sich die Unternehmen grob in die Bereiche Tourismus, (Bio-)Lebensmittel & -Getränke, Gastronomie und Industrie untergliedern. Investoren sind sowohl privat als auch institutionell.

  • Welche besonderen Produkte bietet FINNEST genau an?

Bisher konnten Investoren hauptsächlich über das Finanzierungsprodukt “qualifiziertes Nachrangdarlehen” im Rahmen eines Crowdinvestings investieren und erhielten dabei einen vorher festgelegten fixen Zinssatz pro Jahr. In vielen Fällen wird dieser Zinssatz aber nicht nur in Geld sondern auch in Naturalien (Produkten, Übernachtungen,…) ausbezahlt. Im Oktober 2020 werden wir ein neues Produkt launchen, das sogenannte “Genussrecht”. Hierbei erhalten Investoren einen fixen Anteil am Jahresgewinn eines Unternehmens als Rendite. Diese Rendite kann mit zunehmendem Unternehmenserfolg beachtlich steigen.

  • Stichwort COVID-19 Welche Trends und Entwicklungen sehen in Ihrem Bereich? Wie sehen hier die kurzfristigen und mittelfristigen Unternehmens-Strategien aus? Wo liegen zukünftige Potentiale?

Wir haben bisher vor allem Unternehmen unterstützt, die Crowdinvesting als Marketing-Instrument genutzt haben. Covid-19 hat fast alle Unternehmen geschwächt. Um diese Unternehmen wieder zu stärken, benötigen sie Eigenkapital. Wir sehen es als unsere Aufgabe, in den kommenden Monaten diese Unternehmen mit Eigenkapital in Form von Genussrechten zu unterstützen und damit die Österreichische, Deutsche und Finnische Wirtschaft zu stärken. Wir planen allerdings auch Anleihe- und Aktienemissionen sowie das Listing von Unternehmen an der Wiener Börse. Wir haben viel vor.

  • Sie kennen die Finanzszene in Österreich und in Finnland. Gibt es Gemeinsamkeiten? Welche Unterschiede sehen Sie?

Grundsätzlich ist die Bankenlandschaft in Finnland viel überschaubarer. Der Spielraum für Alternativen ist damit größer. Außerdem gibt es in Finnland ja nur AGs (Oy), was die Aufnahme von Kapital auch für kleine Unternehmen sehr erleichtert. In Österreich sind fast alle KMUs GmbHs und hier ist jede Kapitalerhöhung eine kosten- und zeitspielige Sache. Das ist sicher, neben der steuerlichen Behandlung von Investments, ein wesentlicher Grund, warum Österreich und Deutschland nicht die stärkste Start-up Szene hat.

  • Zum Unternehmen

Finnest ist eine Crowdinvesting-Plattform modernster Form. Gegründet 2014 von einem Team erfahrener Bank- und Internet-Experten, kann Finnest dank der kürzlich erfolgten Fusion mit dem nordischen Marktführer Invesdor.com bald in ganz Europa Crowdinvesting anbieten. Gemeinsam sind Finnest und Invesdor (die Invesdor Group) in diesem Markt nun einer der führenden Anbieter Europas. Wir haben lange daran gearbeitet, Crowdinvesting für Anleger so zu optimieren, dass alles möglichst einfach, schnell und dabei hoch sicher ist.

  • Zur Person

Günther Lindenlaub ist bereits seit über 30 Jahren in der Finanzwelt tätig. Zuletzt war er für das Anleihen- und Kreditmarktgeschäft der “Raiffeisenbank International Gruppe” verantwortlich. Im Jahr 2014 erfolgte dann die Gründung des eigenen Unternehmens “Finnest”, im September 2015 wurde die Plattform finnest.com auf den Markt gebracht. Seither wurden mehr als EUR 75 Mio zwischen Unternehmen und Investoren vermittelt. Günther Lindenlaub hat den Merger mit der Invesdor Oy 2019 mitgestaltet und ist nun seit Juni 2020 CEO der Gruppe.

By |2020-09-19T13:38:03+00:0019.09.2020|0 Comments

Im Interview: Robert Kaup, Geschäftsführer TietoEVRY

– Der Konzern firmiert seit kurzem als TietoEVRY. Wie kam es dazu? Was wird anders?

Tieto und EVRY sind seit vielen Jahren etablierte Digitaldienstleistungsunternehmen, die beide ihren Ursprung in den nordischen Ländern haben – Tieto in Finnland, EVRY in Norwegen. Beide Firmen weisen eine ähnliche Unternehmenskultur und Werte wie Offenheit, Vielfalt, Nachhaltigkeit und Innovationsgeist auf. Sie überschnitten sich auch inhaltlich zum Teil stark – jedoch, insbesondere jenseits der nordischen Länder, kaum im Sinne von regionalen Präsenzen. Genau darin wurde ein großes Potential erkannt, denn KundInnen profitieren nun sowohl von gebündeltem Knowhow, Synergieeffekten und einer vergrößerten Anzahl an ExpertInnen, als auch von einem geografisch dichteren und solideren Netz an lokalen Präsenzen. Beispielhaft sind hierbei die stärkeren Kapazitäten durch Nearshore-Zentren zu nennen, die es unseren KundInnen jetzt noch besser als zuvor ermöglichen, auch große und komplexe Projekte wirtschaftlich und effizient zu verwirklichen.  

– Welchen Stellenwert hat die Firma in Österreich? Wie teilt sich das Kundensegment auf? Wo liegen zukünftige Potentiale?

Die Österreich-Niederlassung liefert seit 15 Jahren einen soliden, wirtschaftlichen Beitrag zur Gesamt-Performance der Corporation, und die drei Österreich-Standorte in Wien, Linz und Graz gewinnen mehr und mehr MitarbeiterInnen – dieses Jahr knacken wir voraussichtlich die 200-Personen-Marke. Darüber hinaus haben wir hochkarätige ExpertInnen im Österreich-Team, die in der grenzübergreifenden Weiterentwicklung von Digitalisierungs-Innovationen wertgeschätzt werden. Das verschafft uns im Konzern ein hohes Ansehen. 

In Österreich bedienen wir eine Reihe von Kundensegmenten – in Branchenhinsicht liefern wir insbesondere der produzierenden bzw. Prozess-Industrie, dem öffentlichen Bereich, dem Telekommunikations- und Finanzdienstleistungs-Sektor sowie der Energiewirtschaft Digitalisierungs-Expertise auf höchstem Niveau. In den genannten Bereichen pflegen wir langjährige Partnerschaften zu namhafter Kundschaft, wie beispielsweise A1, ASFINAG, BAWAG P.S.K. oder Mondi.

Wir erkennen eine Reihe von Potentialen im Bereich der Digitalisierung. Dazu gehört das Outsourcing des Application Management mitsamt Trendbewegungen wie DevOps und Automatisierung. Das Data Management und die Transformation zu Cloud-Lösungen ist ein massives Thema, das praktisch niemanden unberührt lassen wird. Usability und erfolgreiche Customer Experience birgt ebenfalls große Potentiale für praktisch alle Players am Markt – schon allein durch stetig steigende Ansprüche von Nutzern und Anwendern, auch im B2B-Umfeld.

– Welche besonderen Produkte und Lösungen bietet TietoEVRY genau an? Besondere Highlights aus der letzten Zeit? 

Als SAP-Beratungshaus, das sich flexibel auf individuelle Kundenbedürfnisse und -situationen einstellt, sehen wir die große Notwendigkeit zahlreicher Unternehmen an professioneller Begleitung in diesem Bereich; nicht zuletzt aufgrund der nächsten Generation, SAP S/4HANA. Unsere Scrum Masters und Agile Coaches begleiten Unternehmen auf ihrem Weg zur tatsächlichen Etablierung agiler Organisationen. Als (Integrations-)Partner großer Herstellermarken macht TietoEVRY den erfolgreichen Roll-Out von Lösungen möglich – beispielhaft kann ich hier Microsoft Azure sowie Office 365, Salesforce und große Customer Experience-Anbieter wie Genesys nennen. Nicht zuletzt liefern wir für Industriekunden dedizierte Lösungen, mitunter im IoT- sowie im Mixed Reality-Bereich.

– Stichwort digitale Transformation: Welche Trends und Entwicklungen sehen Sie ganz generell? Wie sehen hier die kurzfristigen und mittelfristigen Unternehmens-Strategien aus? 

Spontan fällt mir eine besonders herausfordernde Entwicklung ein: jene des Fachkräftemangels in der IT. Er macht es auch künftig erforderlich, als Arbeitgeber die Extrameile zu gehen, sich positiv von der Masse abzuheben. Das kann durch eine zeitgemäße, faktisch gelebte agile Organisationsform sein, wie wir sie bei TietoEVRY haben. Sie impliziert Autonomie, Sinn und Zweck im täglichen Handeln jedes Mitglieds des Unternehmens und das Schaffen einer Umgebung, in der persönliches Wachstum begünstigt wird. Wie hier die Strategien der Unternehmen aussehen? Ich denke, dass viele bereits den Bedarf, in diesem Bereich besser zu werden, erkannt haben. Die Zeit wird eher früher als später zeigen, wer das Rennen um die besten Fachkräfte machen wird.

– Sie sind beruflich oft in Finnland: Welche positiven Aspekte sehen Sie in den Wirtschaftsbeziehungen und Kooperationsmöglichkeiten mit Österreich? 

Speziell in Bezug auf die finnische Mentalität fallen mir diverse Ähnlichkeiten auf, die die Kooperation sehr unkompliziert und effizient machen. Wie die meisten Österreicher sind die Finnen sehr freundlich, aber nicht überbordend herzlich – authentisch eben, was ich als Österreicher sehr schätze. Ich erlebe die Finnen im geschäftlichen Sinne als zielstrebig, ergebnisorientiert, qualitätsbewusst und service-orientiert und arbeite – nicht nur deshalb – äußerst gerne mit ihnen zusammen. TietoEVRY ist stolz auf die nordischen Wurzeln, unter anderem weil wir dadurch ein natürliches Verständnis für Innovationen in unserer Unternehmens-DNA verankert haben. Finnland ist oft Vorreiter und Vorbild, was Technologien und Digitalisierung betrifft. In meinen Augen ist das mehr als bloßes Image. 

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TietoEVRY Austria

Als Österreich-Tochter des größten nordeuropäischen IT-Dienstleisters TietoEVRY kombiniert TietoEVRY Austria globale Ressourcen – bestehend aus 24.000 Mitarbeitenden global – mit lokaler Präsenz durch rund 200 ExpertInnen. Neben der Digitalisierungs-Expertise hebt sich TietoEVRY Austria, selbst ein agiles Organisationsmodell lebend, von anderen IT-Dienstleistern durch die hohe Kompetenz bei der Beratung zur Organisationsentwicklung im Zuge von digitalen Transformationsprozessen ab. Die Vision des Digitalisierungs-Experten ist eine Welt, in der Organisationen und ihre Stakeholder die Vorteile der Digitalisierung sinnvoll nutzen. Kunden von TietoEVRY sind Organisationen des privaten und öffentlichen Bereichs, die unterschiedlichsten Unternehmen, Verbrauchern und Bürgern wertvolle Dienstleistungen anbieten.

Zur Person (Robert Kaup)

Robert Kaup, gebürtig aus Wien, übernahm mit Mai 2019 die Geschäftsführung von TietoEVRY Austria. Der erfahrene Digitalisierungs-Profi ist seit 14 Jahren in internationalen Funktionen des IT-Dienstleisters tätig, bis zur Übernahme der Rolle des Managing Director der Österreich-Niederlassung als Head of SAP Enterprise Applications bei TietoEVRY. Er hat über 20 Jahre Leadership-Erfahrung in der IT-Branche vorzuweisen.

By |2020-05-25T20:48:46+00:0025.05.2020|0 Comments

Covid-19: Manager Finnischer Firmen nehmen Stellung

Nachfolgend berichten einige unserer Goldmitglieder über erste Erfahrungen, wichtige Learnings und neue Strategien in dieser herausfordernden Zeit.

Christian Wukovits
Christian WukovitsVorstandsvorsitzender KONE AG

„Die Art des Arbeitens hat sich schlagartig verändert, von heute auf morgen musste unser Personal ihr Tätigkeiten ins Homeoffice verlagern. Der persönliche Kontakt (auch der mit unseren Kunden) wurde durch eine andere Art der Kommunikation ersetzt (zB Videotelefonie).

Man muss gut vorbereitet sein, vor allem mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattet sein, über 80% unseres Personals hat einem Firmenlaptop. Dieser Umstand hat uns in dieser Krise extrem geholfen, unser Business konnte ohne größeren Problem (vom Homeoffice) weitergeführt werden.

Nähe zu unseren Mitarbeitern/Kunden trotz Distanz halten, Kommunikationsfluss muss regelmäßig stattfinden.

Sicherheit in der Unsicherheit geben (vor allem zu unseren Mitarbeitern und aber auch zu unseren Kunden).“

Markus Bolhàr-Nordenkampf
Markus Bolhàr-NordenkampfVALMET - Director Energy Sales and Service Operations, Central Europe North (CEN), EMEA

„Die Umstellung der Arbeitswelt in der Corona-Krise kam quasi über Nacht mit Einschränkungen, die man sich vor einem Monat in Europa nicht vorstellen konnte. Für ein weltweit tätiges Unternehmen mit weltweiten Projekten eine riesige Herausforderung, die wir durch das Aufstellen von lokalen ‚Interventionsteams’ in jedem Land gut gemanagt haben. Der Schritt ins Virtuelle hat sich durch die Krise stark beschleunigt – wer hätte früher ein Meeting mit einem neuen Kunden über 4 Stunden via Skype geführt? Aus realen Konferenzen sind Webinars geworden… Kommunikation im Team, mit den einzelnen Mitarbeitern, ‚Fern-Motivation’, Coaching sind die großen Herausforderungen – eine neue Welt des Arbeitens wird entstehen, die auch nach der Krise prägen wird.“

Robert Höfler
Robert HöflerGeschäftsführer Konecranes and Demag Ges.m.b.H.

„In einer Situation wie der derzeitigen, besteht ein enormer Bedarf an Information und Kommunikation. Dies schnell und effektiv zu gewährleisten war mit einigem Aufwand verbunden. Es ist von großer Wichtigkeit, ständig mit Kunden in Kontakt zu stehen, um über deren Bedarf, sowie der Möglichkeiten geplante Lieferungen doch durchzuführen im Bilde zu sein.

Darüber hinaus wollen auch die Mitarbeiter regelmäßig über die aktuelle Situation im Unternehmen und die Maßnahmen, die sich daraus ableiten informiert werden.Über all dem steht natürlich der Imperativ, die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten als oberste Priorität im Auge zu behalten, und bei allen Maßnahmen entsprechend zu berücksichtigen.“

Juhani Raitinpää
Juhani RaitinpääExport Manager Lumon International Oy

„Zuerst lag Unterschätzung, Erstaunen und Angst in der Luft. Dann kamen die Beschränkungen und Vorschriften und die Anpassung an die veränderten Umstände.

Das traditionelle Arbeitsmodell war nicht mehr möglich, man musste ins Heimbüro umziehen und mit Telearbeit anfangen: Teams, Skype, Netzmarketing, soziale Medien…Änderungen und Verkürzungen in der Lieferketten sind zu erwarten. Noch mehr über das Netz zu arbeiten auch. Aber die Verbesserung der Lage ist am nahen Horizont zu sehen, nicht wahr?“

„Alun vähättelyn, hämmästelyn ja pelon jälkeen tulivat rajoitukset ja määräykset.  Ja sitten niihin sopeutumista.

Perinteinen toimintamalli muuttui kotitoimistoksi ja etätyöksi: Teamsit, Skype, nettimarkkinointi, some…

Hankintaketjujen muutoksia ja lyhentämisiä odotettavissa. Verkon yli toimiminen entistäkin enemmän.    Tilanteen parantuminen kuitenkin näkyy jo lähihorisontissa, eikös näykin?“

Robert Kaup
Robert KaupManaging Director TietoEVRY, Tieto Austria GmbH

„Wir erkennen eine kräftige Beschleunigung der Digitalisierung durch die aktuelle COVID-Situation. Der CIO eines großen Unternehmens, das wir zu unseren Kunden zählen, sprach sogar von einer ‚rasanteren Digitalisierung in den vergangenen zwei Wochen als in den letzten drei Jahren’. Der Lock-Down zwingt alle, denen es möglich ist, zum Remote-Working und zur Virtualisierung – wodurch sich spannende Chancen für die IT ergeben: Kollaboration läuft erfolgreich über Video-Konferenzen und Plattformen weiter, mithilfe von Microsoft Teams und Co. Außerdem sehen wir klarer als je zuvor, welchen wichtigen Beitrag wir als IT-Dienstleister zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung systemkritischer Infrastruktur liefern, indem wir unsere Kunden auch in dieser Krisenzeit unterstützen.“

Michael A. Koch
Michael A. KochCEO der Invesdor Group, zu der auch Finnest gehört

„Wir haben Corona schnell als ein dramatisches, und einschneidendes Ereignis erkannt. Dementsprechend haben wir sofort unsere Arbeitsprozesse und -strukturen angepasst, was für uns als digitales Unternehmen kein Problem darstellte. Weiters haben wir unverzüglich unsere Kosten- und Organisationsstruktur an eine längere Krise adaptiert. Auf die Frage, welche Produkte und Services in dieser Situation für Unternehmen und Investoren von besonderer Bedeutung sind, haben wir mit unserer Initiative ‚Finnest unterstützt!’ reaktionsschnell eine umfassende Antwort gegeben. Gerade wegen dieser dramatischen Krise ist es nun besonders wichtig unsere Mission bestmöglich zu erfüllen: Unternehmen zu helfen Ihr Potential voll auszuschöpfen – und darauf fokussieren wir uns jetzt mehr denn je.“

By |2020-04-23T16:24:24+00:0021.04.2020|0 Comments

Im Interview: Martina Hölbling, ABA – Invest in Austria

  • Was genau ist die ABA-Invest in Austria und welche Services, Dienstleistungen bietet Ihre Organisation an? 

ABA – Invest in Austria ist die offizielle Betriebsansiedlungsagentur der Republik Österreich & eine Tochtergesellschaft des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

Wir beraten Unternehmen sowie Investoren (einschl. Fonds), die in Österreich eine Gesellschaftsgründung oder einen Unternehmenszukauf (M&A) als Markteintritt planen. Wir betreuen aber auch bereits in Österreich ansässige ausländische Unternehmen bei Expansions-, F&E sowie M&A-Projekten. Hierbei handelt es sich meist um kleinere Transaktionen, bei denen wir mit unserem M&A-Berater-Netzwerk zur Seite stehen. Unser Beratungsangebot deckt sämtliche Fragen rund um den Wirtschaftsstandort Österreich ab. Dies beinhaltet u.a. folgende Themenstellungen: Standortauswahl, arbeits- und steuerrechtliche Fragen, Beratung zu Förderungen und Finanzierungen, Mitarbeitersuche, Identifikation von Kooperationspartnern sowie Unterstützung im Kontakt mit Behörden. Für Unternehmen entstehen keine Kosten, denn die Kosten unserer Beratungsleistungen werden von der Republik Österreich übernommen.

  • Welche Besonderheiten sehen sie für den Standort Österreich, einem doch kleineren Land in der EU?

Mit Österreich verbinden viele vor allem Skifahren, Kunst und Kultur. Österreich ist jedoch vor allem auch ein Industrieland, in dem die Industrie rund 30 % zum BIP beiträgt, und dies ist das 2- bis 3-fache der touristischen Wertschöpfung im Land. Das Niveau der Industrieproduktivität ist in Österreich traditionell hoch. Österreichs Industrie erzielte in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich hohe Produktivitätssteigerungen. Die wichtigsten Produktionszweige sind der Maschinenbau samt Metallbe-/verarbeitung, die Fahrzeugindustrie, die Elektro-/Elektronikindustrie sowie die Chemische Industrie. Österreich ist auch das Land der „Hidden Champions“. Im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl beherbergt Österreich die meisten Weltmarktführer. Es gibt hierzulande sehr viele hochinnovative mittelständische Unternehmen, oftmals auch in Familienbesitz. Und viele der Unternehmen, die hier produzieren, forschen auch am Standort. Der Staat bietet hier eine Vielzahl von Förderinstrumenten an, die im europäischen Vergleich hoch kompetitiv sind. Ausländische Unternehmen tragen zu über 50 % der österreichweiten Corporate F&E-Ausgaben bei und beschäftigen rund 40 % des F&E-Corporate-Personals. Dies belegt klar, dass ausländische Unternehmen auf den Forschungsstandort Österreich setzen.

Eine weitere Besonderheit ist Österreichs zentrale Lage. Wenn es um den Aufbau von Geschäftsbeziehungen mit Ost- und Südosteuropa geht ist Österreich Standort Nummer Eins. Mittlerweile legen knapp 380 Headquarters davon Zeugnis ab. Die dynamischen Märkte Ost- und Südosteuropas sind Anziehungspunkt für multinationale Firmen. Hinzu kommt, dass für das internationale Business in Österreich mehr qualifizierte Fachkräfte mit Fremdsprachen-Kenntnissen als in anderen westeuropäischen Ländern zur Verfügung stehen. Rund 20 % der Bevölkerung haben Migrationshintergrund, und drei Viertel aller Migranten in Österreich stammen aus Mittel- und Osteuropa. Diese Zuwanderer sind überdurchschnittlich gut ausgebildet und sprechen im Schnitt drei Sprachen.

  • Ausländische Firmen interessiert besonders das Thema „Förderungen und Finanzierungen“. Können Sie das Angebot der ABA – Invest in Austria hier präzisieren?

Gemeinsam mit Netzwerkpartnern und den Regionalagenturen in den neun Bundesländern bieten wir ausländischen Unternehmen Förderchecks an, bei denen die Fördermöglichkeiten sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene geprüft werden. Neben den wichtigsten staatlichen Anlaufstellen wie der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft), der Förderbank des Bundes AWS (Austria Wirtschaftsservice) sowie der KPC (Kommunalkredit Public Consulting) vermitteln wir auch Kontakte zu Banken. Die Förderinstrumente sind vielfältig und decken alle Entwicklungsphasen eines Unternehmens ab: Pre-Seed-Programme, staatliche VC-Fonds, nicht-rückzahlbare Zuschüsse, Garantien/Haftungen, begünstigte Kredite, sowie die steuerliche Förderkomponente, sprich die Forschungsprämie von 14 %.

Österreich ist hinsichtlich Förderungen, vor allem im F&E-Bereich, im europäischen Vergleich sehr gut aufgestellt, was für ausländische Unternehmen zusätzlich ein wichtiger Anreiz ist. 3,4 % aller Unternehmen hierzulande kommen aus dem Ausland. Auf diese Unternehmen entfallen mehr als 50 % aller Corporate F&E-Investitionen in Österreich, 29 % des Produktionswertes sowie 20 % aller Corporate-Beschäftigten.

  • Sie reisen viel durch europäische Länder. Welche Erfahrungen hatten Sie bisher in Finnland? Gibt es Besonderheiten?

Ich habe Finnland über meine berufliche Tätigkeit entdeckt. Finnen sind offen in Hinblick auf Austausch sowie konstruktive direkte Abstimmungen in einem besonders angenehmen Gesprächsklima über konkrete Kooperationsmöglichkeiten. Der Zugang zum Top Management gestaltet sich einfach. In sehr flachen Hierarchien werden rasch Entscheidungen getroffen, und diese sind immer zielorientiert und aufs Konkrete ausgerichtet. Große Distanzen können einfach und bequem im perfekt ausgebauten Netz der öffentlichen Verkehrsmittel (v.a. Züge) zurückgelegt werden. Hierbei bewundert man die Schönheit der Natur, die unglaubliche Weite und Freiheit. Es ist ein wunderschönes Land – wie Österreich mit einer sehr hohen Lebensqualität – das nachhaltig auf allen Ebenen positiv überrascht und begeistert.

  • Welche Pläne haben Sie für die zukünftige Zusammenarbeit mit finnischen Firmen?

Wir sind besonders froh über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der FINNCHAM Österreich und möchten uns bei dieser Gelegenheit bei ihrem Präsidenten Johannes Axnix sehr herzlich bedanken. Unser besonderer Dank gilt auch der finnischen Botschafterin Pirkko Hämäläinen in Wien. Neben diesen wichtigen Partnerschaften freuen wir uns auch sehr über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Business Finnland in Wien sowie den lokalen Kammern vor Ort in Finnland, mit denen wir im vergangenen Jahr einige Veranstaltungen umgesetzt haben. Wir wollen dies gerne fortsetzen und stehen sowohl den bereits angesiedelten finnischen Unternehmen als auch neuen Investoren mit Rat und Tat zur Seite.

Über das Unternehmen:

ABA – Invest in Austria ist die Betriebsansiedlungsagentur der österreichischen Standortagentur Austrian Business Agency (ABA), die zum Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) ressortiert. Mit ihren drei Abteilungen ABA – Invest in Austria, ABA – Work in Austria und Location Austria bewirbt die Standortagentur Österreich im Ausland als Wirtschafts- und Forschungsstandort, als attraktiven Arbeitsmarkt für Fachkräfte sowie als Drehort für internationale Filmproduktionen.

„Zur Person“ (Martina Hölbling)

DI Dr. Martina Hölbling ist Direktorin Westeuropa, M&A, VC/PE bei ABA – Invest in Austria.

Sie betreut in ihrer Funktion als Investment Expertin ausländische Investoren, Unternehmen aber auch Fonds und Startups aus den Nordischen Ländern/Skandinavien, der Schweiz, Frankreich sowie den Benelux-Staaten bei der Gründung, Expansion, M&A-Transaktionen sowie F&E-Projekten Ihrer Unternehmungen in Österreich.

Sie ist im Advisory Board eines Life Sciences Startups aktiv. Zuvor war sie im Bereich Business Consulting, Banking/VC sowie der Industrie in Österreich und im Ausland tätig.

Sie hat an der TU-Wien in Technischer Chemie promoviert.

(c) Lakeside Park, G.Steinthaler

Carinthia_(c)Lakeside Park, G.Steinthaler
By |2020-03-19T19:19:15+00:0015.03.2020|0 Comments

Netzwerkabend „Bestes Bier im Februar“

Die Grundidee unserer beliebten Veranstaltungsserie „Netzwerkabend“ ist es, unseren Mitgliedern und Gästen die Möglichkeit zu bieten, sich rasch zu vernetzen und sowohl lokale als auch internationale Unternehmen aus unserem Netzwerk kennenzulernen.

Der erste Netzwerkabend 2020 stand ganz im Zeichen hoher österreichischer Braukunst. Diesmal hatten wir die Möglichkeit die nagelneue Restaurantbrauerei „Stöckl im Park“, Schwesterlokal des bekannten Wiener Salmbräu, zu besuchen. Unsere Gastgeberin war die Finnin Anne Nikulainen-Welledits, Prokuristin beider Lokaler.

Eröffnet wurde der Abend durch eine kurzweilige Ansprache von Botschafterin Pirkko Hämäläinen.

Danach bekamen unsere rund 35 Gäste nicht nur bestes frisch gezapftes Bier zur Verkostung (ein köstlicher Vorspeisenteller inbegriffen), sondern auch eine exklusive Brauerei-Führung von Geschäftsführer Ing. Albert Welledits persönlich. Die Besonderheit: Die präsentierte Anlage ist die modernste und ökologischste seiner Art und wirklich spektakulär anzusehen. Herr GF Welledits brillierte mit hohem Fachwissen und vermittelte seine Kenntnisse zur modernen Bierherstellung mit Witz und Charme.

Ein insgesamt sehr gelungener Abend der noch bei einigen Märzen, Pils, Lager und Zwickl seinen schönen Ausklang fand.

By |2020-02-28T12:08:00+00:0028.02.2020|0 Comments
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